Mugabes Regierung droht westlichen Journalisten

31. März 2007, 16:24
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Bei Fehlverhalten Strafverfolgung - Konkrete Warnungen an "Times"-,"Daily Telegraph"- und CNN-Korrespondenten

Harare/Johannesburg - Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im afrikanischen Krisenstaat Simbabwe hat die Regierung westlichen Journalisten im Land gedroht. Sowohl akkreditierten Korrespondenten wie auch ohne offizielle Akkreditierung ins Land reisenden Journalisten drohe bei Fehlverhalten Strafverfolgung, erklärte das Informationsministerium nach Angaben der staatlich kontrollierten Zeitung "The Herald" vom Freitag.

Namentlich wurden vor allem die Korrespondenten Jan Raath von der britischen "The Times" und Peta Thornycroft vom "Daily Telegraph" gerügt. "Die Regierung könnte sich gezwungen sehen, gegen sie vorzugehen", heißt es in der Erklärung des Ministeriums. Auch der amerikanische TV-Nachrichtensender CNN wird beschuldigt, mit seinen Berichten auf einen "Regimewechsel" in Simbabwe hinzuarbeiten.

Gesinnungstest

Das Land hat in der Vergangenheit nur sehr wenigen ausländischen Journalisten eine Akkreditierung gegeben und beschränkt die Arbeit der nationalen Berichterstatter. Sie müssen für eine staatliche Zulassung erst eine Art Gesinnungstest erfolgreich bestehen.

Das Ministerium erklärte, westliche Botschaften schmuggelten ausländische Reporter ins Land. Es warnte zugleiche Simbabwer, dass sie im Falle einer Beherbergung dieser Journalisten ebenfalls mit Strafverfolgung zu rechnen hätten. Wörtlich heißt es in der Erklärung: "Es ist daher wichtig, dass alle Simbabwer, die welche Ausländer auch immer beherbergen, ihnen sagen, dass sie sich umgehend beim Informationsministerium zu melden und eine Akkreditierung zu beantragen haben, sollten sie Journalisten sein." (APA/dpa)

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