Wiener aus Kamerun vertritt Österreich bei JournalistInnen-Wettbewerb

17. Juli 2007, 14:57
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Simon Inou gewinnt den österreichischen Preis "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" der Europäischen Kommission

Simon Inou ging als österreichischer Gewinner des diesjährigen JournalistInnen-Wettbewerbs "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" der Europäischen Kommission hervor. Mit diesem Preis zeichnet die EU JournalistInnen aus, die durch ihre Beiträge zu einem besseren allgemeinen Verständnis für die Vorteile von Vielfalt beitragen und Diskriminierung bekämpfen.

Die nationale Jury wählte den Beitrag des aus Kamerun stammenden Journalisten aus 30 eingereichten Artikeln als Siegertext aus. Simon Inou lebt seit 1995 in Österreich, er leitet die Redaktion von www.afrikanet.info und war Chefredakteur von Radio Afrika International. Simon Inou gibt in seinem Artikel Einblick in das Leben eines jungen BWL-Absolventen afrikanischer Herkunft. Bei der Realisierung seiner Berufswünsche wird der junge Mann immer wieder mit Diskriminierung aufgrund seiner Hautfarbe konfrontiert. Der journalistische Text zeigt die Identitätsprobleme eines "Wiener Afrikaners" auf. In Österreich aufgewachsen wird der junge Mann von ÖsterreicherInnen jedoch immer als Afrikaner wahrgenommen - ein Phänomen, das viele europäische BewohnerInnen kennen.

Österreichische Jury

Aus allen Einreichungen haben die Jurymitglieder bestehend aus den AntidiskriminierungsexpertInnen und Medienfachleuten Martin Ladstätter (BIZEPS), Christoph Bacher (Nachrichtenmagazin NEWS), Kurt Krickler (HOSI Wien) und Zohreh Ali-Pahlavani (Abteilung Arbeitsmarkt, AK Wien) den nationalen Gewinner sowie den Sieger des Jungjournalistenpreises gekürt.

Ausgezeichneter Jungjournalist 2007

Der ausgewählte Jungjournalist 2007 ist Christoph Lehermayr, der für das Nachrichtenmagazin NEWS schreibt. In seinem Artikel "Unsere Mulit-Kulti-Cops" geht er positiv an gesellschaftliche Probleme heran und setzt sich auf diese Weise besonders für Minderheiten ein. Der ausgezeichnete Text soll aufzeigen, dass die österreichische Polizei zunehmend bemüht ist, Menschen mit Migrationshintergrund in ihre Reihen aufzunehmen.

Aus allen 27 nationalen GewinnerInnen wird in Folge nun die europäische Jury die drei finalen GewinnerInnen des gesamteuropäischen EU-Preises wählen.

Die EU verleiht den Journalistenpreis bereits zum vierten Mal. 2006 gingen mehr als 700 Einreichungen ein. Der "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung." Wettbewerb steht jedes Jahr JournalistInnen aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten offen. Gefragt sind Print- oder Onlineartikel über Vielfalt oder Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung oder sexueller Identität. (red)

"Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung"

Die EU-Kommission, Generaldirektion für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit initiiert eine fünfjährige Informationskampagne zur Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, von Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Die Kampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" informiert die Menschen über die neuen Rechte und Pflichten unter der EU Antidiskriminierungs-Gesetzgebung und macht auf die Vorteile von Vielfalt am Arbeitsplatz aufmerksam. Weitere Informationen zur Kampagne unter www.stop-discrimination.info

  • Simon Inou lebt seit 1995 in Österreich und ist als Chefredakteur von Radio Afrika International und Mitbegründer von www.afrikanet.info tätig.
    foto: privat

    Simon Inou lebt seit 1995 in Österreich und ist als Chefredakteur von Radio Afrika International und Mitbegründer von www.afrikanet.info tätig.

  • Infos zur Kampagne "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" unter www.stop-discrimination.info
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    Infos zur Kampagne "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" unter www.stop-discrimination.info

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