Teheran protestiert bei UN gegen Film "300"

26. März 2007, 10:33
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Iranische UN-Vertretung: "Propagandawerk zur Dämonisierung des iranischen Volkes"

New York - Der Iran hat bei den Vereinten Nationen formell gegen den Historienfilm "300" protestiert. Es handele sich dabei um ein Propagandawerk, mit dem das iranische Volk dämonisiert werden solle, erklärte die iranische UN-Vertretung am Donnerstagabend in New York.

In dem Film würden die Perser als üble und moralisch verwerfliche Barbaren diffamiert, und die historischen Fakten seien schlicht verfälscht worden. Dies sei offensichtlich Teil der derzeitigen Kampagne des Westens gegen den Iran.

Historische Ungenauigkeiten

Der Film "300" basiert auf einer Comic-Version der historischen Schlacht bei den Thermopylen in Griechenland, wo der spartanische König Leonidas mit seinen 300 ausgesuchten Kriegern im Jahre 480 von der Übermacht der Perser geschlagen wurde. Geschichtswissenschaftler haben bestätigt, dass die historische Genauigkeit stark zu wünschen übrig lässt. Der Film, der in den USA gerade angelaufen ist, kommt Anfang April auch in die deutschen Kinos. Er war im Februar bereits außer Konkurrenz bei der Berlinale zu sehen. (APA/AP)

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