Polens Parlamentspräsident für Totalverbot von Pornografie

22. März 2007, 18:46
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"Zeitgenössische Form der Sklaverei und Verletzung der Menschennatur": Marek Jurek unterstützt PiS-Plan

Warschau - Der polnische Parlamentspräsident Marek Jurek unterstützt die von den Abgeordneten der Regierungspartei PiS forcierten Idee der Einführung eines völligen Pornografie-Verbots. Seiner Meinung nach erniedrigen pornografische Inhalte die Frauen und es wäre gerecht sie zu verbieten. In der kommenden Woche soll sich der Sejm mit dem Vorschlag befassen.

"Pornographie ist das Böse und ein Verbrechen. Sie ist eine der zeitgenössischen Formen der Sklaverei und verletzt die Menschennatur", sagte Jurek am gestrigen Mittwoch gegenüber Journalistinnen und Journalisten im Parlament. Er betonte, dass man die Menschennatur und die Gesellschaft davor beschützen soll.

Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr soll drohen

Laut der von der PiS vorgeschlagenen Gesetzesänderung soll jeder, der pornografische Fotos oder Filme besitzt, mit einem Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr bestraft werden können. Zwei Jahre Haft würden allen drohen, die Verbreitung der pornografischen Inhalten für Erwerbszwecke nutzen. Zur Zeit wird nur die Verbreitung von Pornografie an Kindern unter dem 15. Lebensjahr und Besitz und Vertrieb pornografischer Materialien mit Beteiligung Jugendlicher bestraft.

Volle Unterstützung

Die Novelle hat große Chancen, verabschiedet zu werden, denn die gesamte Regierungskoalition unterstützt die Idee eines Totalverbots der Pornografie. (APA)

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