Olmert zu "schmerzhaften Zugeständnissen" bereit

25. März 2007, 11:32
72 Postings

Israels Regierungschef nennt saudiarabischen Plan "geeignete Grundlage" für Kontakte

Jerusalem - Israel ist nach den Worten von Ministerpräsident Ehud Olmert zu "weitreichenden, schmerzhaften und harten Zugeständnissen" bereit, um die Wiederbelebung des Dialogs im Nahen Osten zu ermöglichen. Den saudiarabischen Friedensplan von 2002 nannte Olmert am Donnerstag in Jerusalem eine "geeignete Grundlage" für weitere Kontakte zwischen Israel und gemäßigten Arabern.

König Abdullah von Saudi-Arabien ist der Autor des von der Arabischen Liga auf ihrem Beiruter Gipfel vor fünf Jahren verabschiedeten Nahost-Friedensplanes, der die Verpflichtung der arabischen Staaten enthält, normale Beziehungen zu Israel aufzunehmen und dessen Sicherheit zu garantieren, wenn es alle 1967 besetzten Gebiete räumt. Mehrere palästinensische Hamas-Politiker hatten die Möglichkeit einer Zustimmung zu diesem Plan angedeutet, doch weigert sich die radikale Bewegung bisher, das Existenzrecht Israels explizit anzuerkennen.

Verzicht auf Rückkehrrecht

Im Vorfeld des am kommenden Mittwoch beginnenden Gipfeltreffens der Arabischen Liga in Riad haben israelische Regierungsbeamte die Erwartung ausgesprochen, dass es zu bedeutenden Änderungen im Text der von Saudi-Arabien lancierten Nahost-Friedensinitiative kommt. Insbesondere solle auf den Passus über ein Rückkehrrecht der Palästinenser verzichtet werden, berichtete das israelische Internetportal "Ynet".

Die US-Regierung hatte jüngst demonstrativ Sympathien für den Abdullah-Plan gezeigt. Dies hatte in der Region Misstrauen geweckt. Es wurde spekuliert, dass Washington seine arabischen Verbündeten mit dieser Initiative milde stimmen wolle, um dann im Gegenzug ihre Rückendeckung für einen möglichen Waffengang gegen den Iran einzufordern. (red/APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Premier Olmert zeigt sich zu "schmerzhaften Zugeständnissen" bereit

Share if you care.