Fässer mit Chlorgas und Waffenlager entdeckt

23. März 2007, 14:09
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31 Menschen festgenommen - Ein US-Soldat getötet - Gefechte zwischen Schiitenmiliz

Bagdad/Basra - Bei einer Großrazzia in Bagdad haben irakische und US- Soldaten am Donnerstag Fässer mit Chlorgas und Salpetersäure sowie Waffenlager entdeckt. Wie die US-Armee weiter mitteilte, wurden 31 Menschen festgenommen. An der Razzia waren 1600 Soldaten beteiligt, die auf der Suche nach Terrorverdächtigen und Waffen ein Haus nach dem anderen durchkämmten, hieß es. Am Wochenende waren bei einer Serie von Anschlägen mit Chlorgas zwei Polizisten getötet worden.

Bei einem Angriff auf eine Patrouille von US-Soldaten in Bagdad kam am Mittwoch nach Armeeangaben ein Soldat ums Leben. Damit erhöhte sich die Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten seit dem Einmarsch der USA vor vier Jahren laut einer auf Pentagonangaben beruhenden Zählung auf 3223.

Gefechte zwischen Schiitenmilizen

In der südirakischen Ölmetropole Basra ist es am Donnerstag zu Gefechten zwischen rivalisierenden Schiiten-Gruppen gekommen. Augenzeugen berichteten von Schüssen und Explosionen im Stadtzentrum. Nähere Informationen lagen zunächst nicht vor. Ein irakischer Behördenvertreter sagte, es gebe offenbar Unstimmigkeiten zwischen der Fadhila-Gruppierung und der "Mahdi-Armee", der Miliz des radikalen Predigers Muktada al-Sadr. Ein Sprecher des britischen Militärs erklärte, die internationalen Streitkräfte seien alarmiert.

Erst vor zwei Tagen waren die britischen Soldaten aus ihrem Stützpunkt im Zentrum von Basra abgezogen. Die einheimischen Behörden berichteten am Donnerstag auch von einem Gefangenenaufstand in einem von den Briten betriebenen Gefängnis in der Nähe von Basra. Dabei seien fünf der überwiegend schiitischen Insassen verletzt worden. Das britische Militär bestätigte, gegen die Rebellierenden Plastikgeschoße eingesetzt zu haben. Der Vorfall habe sich aber nicht wie von Irakern behauptet am Donnerstagmorgen, sondern schon am Mittwoch ereignet. Berichte über verletzte Insassen lägen nicht vor, aber ein Soldat sei verwundet worden. (APA/AFP/Reuters)

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