Im Milieu

21. März 2007, 19:31
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Die Einstellungspraxis beim BZÖ als gelebte Resozialisierungsbemühung

Aus der Welt der Fleißigen und Anständigen: Beim Prozess wegen der Wahlnachtschlägerei rund um BZÖ-Chef Westenthaler kommt heraus, dass der (nicht rechtskräftig) verurteilte Bodyguard Westenthalers 9 (in Worten: neun) Vorstrafen hat. Die Einstellungspraxis beim BZÖ als gelebte Resozialisierungsbemühung.

Wiens suspendierter Landespolizeikommandant Roland Horngacher wiederum kriegt einen Aufmacher in der Krone, mit der ihn ohnehin die längste Zeit ein Dienstleistungsverhältnis verband, und darf seinen alten Mentor, Polizeichef Stiedl, dabei anschütten.

Die neue Polizeiführung veranstaltet inzwischen mit schwer gerüsteten WEGA-Polizisten eine Kontrolle am Gürtel, damit das Rotlichtmilieu nicht glaubt, jetzt ist alles leiwand, wenn sich die Spitzenpolizisten gegenseitig die goldbetressten Tellerkappen in den Dreck hauen. Das gesellschaftspolitisch Relevante an alledem besteht ja darin, dass man schon vor Jahren erkennen konnte, welche Figuren da sowohl in der Sauberkeitspartei wie in der Polizei (wobei es da ja auch Verbindungen gab - "Spitzelaffäre") tonangebend waren.

Es haben nur die meisten die Augen zugemacht. (Von Hans Rauscher, DER STANDARD, Printausgabe 22.3.2007)

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