Immo-Krise strahlt an die Börse ab

21. März 2007, 19:58
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Negative Stimmung trifft Anleger

Die ins Wanken geratenen Kredite bei so genannten Subprime-Lenders – sie vergeben Kredite an Personen mit minderer Bonität –, geraten durch Zahlungsausfälle ins Wanken. Die Ausfallquote in diesem Segment ist im 4. Quartal 2006 von 12,5 auf 13,3 Prozent gestiegen. Zuletzt wurden bereits 20 Prozent der Kredite von Subprime-Lenders vergeben. Damit treffen die Probleme am US-Immo-Markt die Finanzinstitute und auch große Banken, die wie etwa die Schweizer UBS, eine Exponierung bei dem Subprime-Lender New Century hat. New Century ist zuletzt massiv unter Druck geraten, die Aktie hat stark verloren, das Unternehmen spricht von Stellenabbau. Selbst wenn die Kredite der großen Banken an die Subprime-Lenders abgesichert sind, könnte dieses Kreditsystem ins Wanken geraten. Mit People’s Choice Home Loan hat bereits der vierte Subprime-Lender in den vergangenen Tagen Gläubigerschutz beantragt.

"Diese Probleme wirken sich an der Börse aus, wie man zuletzt deutlich gesehen hat", erklärt Monika Rosen vom Asset Management der BA-CA. Die verunsicherten Börsen bleiben für Anleger nicht ohne Folgen. Rosen: "Das ist auch der Preis dafür, dass wir alle Global Player sein wollen." Den negativen Vorgaben der Wall Street kann sich Europa nicht entziehen. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.03.2007)

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