US-Armee zerstörte geheime Bombenfabrik: Fünf Tote

23. März 2007, 14:09
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Vier große Explosionen bei Luftangriff - Vizepräsident befürwortet Verhandlungen mit Aufständischen

Bagdad - Die US-Luftwaffe hat am Mittwoch im Irak nach eigenen Angaben eine Bombenfabrik von Aufständischen zerstört. Bei der Operation in der Nähe von Taji hätten amerikanische Soldaten außerdem fünf "Terroristen" getötet und drei Verdächtige gefangen genommen, berichtete das Militärkommando in Bagdad. Die Tatsache, dass nach dem Luftangriff auf das Gebäude vier große Explosionen zu beobachten gewesen seien, deute auf ein großes Sprengstofflager hin.

Bei morgendlichen Razzien nahmen die US-Truppen am Mittwoch im Irak 23 mutmaßliche Aufständische gefangen. In der Provinz Wasit nahmen die irakischen Sicherheitskräfte nach Informationen der irakischen Nachrichtenagentur Aswat al-Irak innerhalb von zwei Tagen 72 Verdächtige fest. Die Agentur berichtete weiter, die Polizei habe in Al-Madain südlich von Bagdad die Leichen von zwei Mordopfern gefunden.

Vizepräsident will Verhandlungen

Der irakische Vizepräsident Tarek al-Hashemi hat sich für Verhandlungen mit den Aufständischen im Irak ausgesprochen. Mit Ausnahme der Al-Kaida-Leute, die mit niemandem reden wollten, sollten alle Fraktionen an einem Tisch versammelt werden, sagte Haschemi am Mittwoch dem britischen Sender BBC. Viele Menschen im Irak seien durch die Präsenz der US-geführten Truppen in ihrem Land "irritiert" und in ihrer Würde verletzt. Doch "bis auf weiteres" blieben die ausländischen Soldaten im Land. Wünschenswert sie im "nationalen Interesse" der Iraker, aber auch Großbritanniens und der USA, ein Zeitplan für den Abzug der Truppen.

Der australische Ministerpräsident John Howard warnte am Mittwoch vor den Folgen eines vorzeitigen Abzugs der US-Truppen. Dies würde den Irakern die letzte Chance auf Stabilität rauben und wäre ein schwerer Schlag für das internationale Ansehen der USA, erklärte Howard. (APA)

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