Wiener Institut koordiniert EU-Projekt zur Lebensmittelsicherheit

22. März 2007, 13:32
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Produkte bestehen immer mehr aus Zutaten unterschiedlicher Länder

Wien - Die Kontrolle von Lebensmitteln wird durch den internationalen Handel selbst für Experten und erst Recht für den Laien immer undurchsichtiger. Das gilt vor allem für zusammengesetzte Gerichte, mit immer mehr Zutaten aus verschiedenen Ländern.

Im Rahmen des EU Projekts "MoniQA" sind 33 Wissenschafter-Teams angetreten, die Methoden der Qualitätssicherung international möglichst zu vereinheitlichen. Koordiniert wird das im Februar gestartete Projekt vom der in Wien ansässigen International Association for Cereal Science and Technology (ICC).

Ob Pestizide, Pilzgifte, Bakterien, radioaktive Strahlung oder - neuerdings - gentechnische Veränderungen, die Liste der möglichen Bedrohungen für Lebensmittel wird immer länger. "Zur Verunsicherung der Konsumenten trägt nicht zuletzt bei, dass die Analyse-Methoden in den einzelnen Ländern höchst unterschiedlich sein kann", erklärte dazu Projektmanagerin vom ICC, Marcella Gross.

Um eine möglichst weitgehende Harmonisierung zu erreichen, werden unter anderem so genannte virtuelle Labors entstehen über die verschiedene Gruppen gemeinsam forschen, Trainings- und Fortbildungsprogramme entwickeln sowie Wissenschafteraustausch abwickeln können. Letztendlich sollen auf einander abgestimmte analytische Strategien und Datenbanken entstehen, die auch Partnern außerhalb des MoniQA-Netzwerks zur Verfügung stehen.

Das Forschungsprojekt, das aus dem 6. EU-Rahmenprogramm gefördert wird, ist mit über zwölf Millionen Euro auf 60 Monate dotiert. Neben dem ICC ist auch die Universität für Bodenkultur (Boku) Wien aus Österreich unter den Projektnehmern. (APA)

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