Schweden mögen ihre Umweltzonen

23. März 2007, 10:38
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Umweltmaßnahme anfangs angefeindet, heute aber kaum noch umstritten

In den schwedischen Großstädten Stockholm, Malmö und Göteborg wurden Umweltzonen ("Miljözon") schon 1996 eingeführt.

"Anfangs gab es Widerstand vor allem von Fuhrparkunternehmern. Heute sind fast alle mit den Umweltzonen einverstanden", sagt Anders Roth, Umweltchef des Göteborger Verkehrsamtes im Gespräch mit dem Standard.

"Unbedingt einführen" in Wien

Vor allem das rund eine halbe Million Einwohner zählende Göteborg gilt den Schweden als Paradebeispiel. Alle Fahrzeuge, die schwerer als 3,5 Tonnen sind und mit der europäischen Abgasnorm "Euro 3" oder schlechter ausgestattet sind, dürfen nicht älter als sechs Jahre sein, wenn sie durch die Innenstadt brausen wollen. "Euro 4"-Fahrzeuge dürfen nur noch bis 2016, und "Euro 5"-Fahrzeuge bis 2020 in der Innenstadt gefahren werden. Allerdings gibt es in Göteborg auch ein gutes Umfahrungsstraßennetz. Roth: "Die Wiener sollten Umweltzonen unbedingt einführen. Wir haben eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht."

Die Zone Göteborg umfasst bisher 15 Quadratkilometer der Innenstadt, soll aber im April um weitere 10 Quadratkilometer ausgeweitet werden. Der Staubpartikelgehalt in der Innenstadt konnte bei Lastwagen pro Jahr bereits um die Hälfte reduziert werden. (André Anwar, DER STANDARD print, 21.3.2007)

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