Zwei Drittel der Japaner wollen ihre Kinder per Satelliten orten

27. März 2007, 16:52
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Handys mit GPS-System bereits weit verbreitet - Befürworter stellen Sicherheit über Intimsphäre ihrer Sprösslinge

Tokio - Zwei Drittel der Japaner wünschen sich laut einer Umfrage Mobiltelefone für ihre Kinder, die mit einer Satellitenortung ausgerüstet sind. Fast jeder dritte Befragte (30 Prozent) gab bei der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts DimsDrive an, er wäre "vollkommen einverstanden", Kindern ein Handy mit GPS-System mitzugeben, um jederzeit ihren Aufenthaltsort zu kennen.

Mehr als jeder Dritte (36,4 Prozent) war "eher dafür" als dagegen. Nur eine kleine Minderheit von 7,7 Prozent lehnte die Vorstellung ab einer kompletten Überwachung der Kleinen ab. Vor allem die über 60-Jährigen fanden demnach Gefallen daran, Kinder über das Handy jederzeit orten zu können.

Sicherheit versus Intimsphäre

Den Befürwortern ist laut DimsDrive die Sicherheit wichtiger als die Intimsphäre: Es sei gut, Kinder im Notfall über das Mobiltelefon ausfindig machen zu können, schließlich lebten sie in einer "gefährlichen Welt", argumentierten sie. Die Gegner des GPS-Handys fanden, dass die Kontrolle zu weit gehe oder zu teuer sei - oder lehnten Handys für Kinder grundsätzlich ab.

In Japan sind schon jetzt die meisten Handys mit Satellitenortung ausgestattet. Ab April müssen alle neuen Geräte mit GPS ausgerüstet sein, damit die Polizei bei Notrufen schneller reagieren kann. (APA)

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