Deutsche Regierung bleibt im Irak-Geiseldrama unnachgiebig

23. März 2007, 09:15
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Außenministerium: "Deutschland lässt sich nicht erpressen"

Berlin - Auch zum Ablauf des Ultimatums der Geiselnehmer der im Irak entführten Deutschen zeigt sich die deutsche Bundesregierung unnachgiebig. "Deutschland lässt sich nicht erpressen", bekräftigte der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, am Dienstag in Berlin. Die Regierung könne die Forderungen der Entführer nicht erfüllen. Der Krisenstab arbeite nach wie vor intensiv an einer guten Lösung für die verschleppte Hannelore Krause und ihren Sohn. Es gebe keine Veranlassung, an der Arbeit des Stabes etwas zu ändern. Gleichwohl sei die Regierung besorgt.

Krause und ihre Sohn Sinan waren vor sechs Wochen entführt worden. Die Täter drohten mit Ermordung der Geiseln, falls die Bundeswehr nicht binnen zehn Tagen mit dem Abzug aus Afghanistan beginne. Die Frist lief am Dienstag ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte betont, Deutschland knicke nicht vor Erpressern ein, die Menschen derartig Schreckliches antäten. Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler und die nächsten Familienangehörigen hatten die Entführer aufgerufen, ihre Geiseln freizulassen. (APA/Reuters)

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