"Aliens" teilen nicht, und "Bills" verdienen lieber

17. Juli 2007, 14:47
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Bei Fon öffnen Nutzer ihre Netzwerke - Mehr als 300.000 Anhänger weltweit, davon rund 4000 in Österreich

Noch muss die nach Eigendefinition "größte Internet-Gemeinschaft der Welt" sich auf der deutschsprachigen Google-Ausgabe die erste Seite mit dem "Friseur ohne Namen" teilen. Der große Zulauf zu dem privaten Funknetzwerk dürfte die Figaro-Kette jedoch bald verdrängen.

Das Konzept des Ende 2005 gegründeten spanischen Unternehmens Fon hat weltweit schon mehr als 300.000 Anhänger, davon rund 4000 in Österreich, gefunden.

Alternative

Fon gilt derzeit als die bekannteste Alternative zu den W-LAN-Angeboten der Mobilfunkbetreiber. Anstatt selber ein Netzwerk von Hotspots aufzubauen, über die man vielerorts drahtlos mit seinem Laptop surfen oder übers Web telefonieren kann, überlässt das kommerzielle Unternehmen dies seinen Mitgliedern. Ein "Fonero", so nennen sich die Mitglieder der Fon-Community, stellt seinen Internetzugang über einen speziellen Fon-Router (rund 40 Euro) anderen Fon-Mitgliedern zur Verfügung.

"Aliens" und "Bills"

Rund die Hälfte der registrierten Kunden sind "Aliens", die ihren Anschluss nicht teilen und für Tagestickets drei Euro zahlen. Der Rest setzt sich aus "Linus"-Nutzern (75 Prozent), die ihr Heim-Netzwerk öffnen und dafür weltweit gratis surfen, sowie "Bills" zusammen. Bills verzichten auf den Gratiszugang zur Gemeinschaft und verdienen lieber an den Tageskarten, die am eigenen Fon-Zugangspunkt verkauft werden.

Kritik

Kritik an dem Modell kommt von den Internet Service Providern. Sie halten es für "bedenklich", den eigenen Anschluss mit "wildfremden" Leuten zu teilen.(APA, kat/DER STANDARD, Printausgabe vom 20.3.2007)

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