"Breakpoint" - ein Cyberthriller über die Gefahren der Technologie

29. März 2007, 10:26
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Zweiter Thriller des früheren US-Präsidentenberaters Richard A. Clarke thematisiert die Technik-Abhängigkeit

Alles beginnt mit der scheinbar harmlosen Explosion eines Transformatorenhäuschens. Aber nichts in "Breakpoint", dem zweiten Thriller des früheren US-Präsidentenberaters Richard A. Clarke, ist harmlos. Denn mit dieser Explosion beginnt eine höchst dramatische Woche, die die Welt des Jahres 2012 an den Rand des Krieges bringt.

Abhängigkeit

Zentrales Thema des Romans ist die Abhängigkeit des modernen Lebens von einer Technik, die der Mensch immer weniger zu kontrollieren vermag. Die Transformatorenhäuschen verbinden die USA über das Internet mit dem Rest der Welt. Als diese Verbindung unterbrochen ist, zeigt sich, dass "unser globales Dorf von sehr wenigen und sehr dünnen Verbindungsdrähten zusammengehalten wird. Wenn man sie kappt, löst sich die so genannte Zivilisation in Luft auf".

Ganz andere Gefahren

Die Ermittler, die die Verantwortlichen für die Anschläge aufspüren sollen, bevor diese als Anlass für einen Krieg genommen werden, finden allerdings bald heraus, dass die moderne Hochtechnologie noch ganz andere Gefahren für die Menschheit in sich birgt. Sie kommen einer Verschwörung auf die Spur, die mit ganz oder teilweise unerlaubter Forschung "die Menschheit fundamental und irreversibel verändern" will.

Forschungsprojekte

Clarke führt ein breites Spektrum existierender oder im Entstehen begriffener Forschungsprojekte wie die rasante Entwicklung der digitalen Datenübermittlung, Nanotechnologie, Genforschung und Medizintechnologie zusammen zu einem brisanten Cocktail über den technischen "Breakpoint, den Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt".

Fazit

Es gelingt Clarke nicht immer, die Geschichte so spannend zu erzählen, wie sie sein könnte. Bisweilen erliegt er der Versuchung, den Text mit technischen Details zu überfrachten, und auch die zahlreichen Unterhaltungen und Konferenzen, an denen die Figuren teilnehmen, halten nicht immer die Spannung aufrecht. Dem literarischen Spätzünder Clarke gelingt es in seinem zweiten Roman aber auch, einige Episoden so fesselnd darzustellen, als habe er bei dem Thriller-Autor Robert Ludlum Unterricht genommen.(APA/Axel Knönagel/dpa)

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