Razzia in sunnitischer Provinz Anbar begonnen

23. März 2007, 09:15
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Zahlreiche Festnahmen in Ramadi - Mindestens fünf Tote bei Bombenanschlag in Bagdad

Ramadi/Bagdad - Irakische Sicherheitskräfte haben am Dienstag mit amerikanischer Unterstützung eine groß angelegte Razzia in der sunnitisch dominierten Stadt Ramadi in Gang gesetzt. Rund 500 irakische Soldaten, die von US-Truppen unterstützt wurden, verhafteten Dutzende von Verdächtigen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Sie beschlagnahmten Waffen und Material, aus dem Bomben hergestellt werden können. Ramadi ist die Verwaltungshauptstadt der Unruheprovinz Anbar.

In der Provinz gab es in der vergangenen Woche eine Serie von Anschlägen mit Chlorgas, bei der mehr als 350 Menschen verletzt wurden. Bei einem Autobombenanschlag auf einem Markt im Süden von Bagdad wurden am Morgen nach Angaben von Rettungskräften mindestens ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt.

Bombenanschlag in Bagdad

Bei einem Bombenanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Dienstag nach Angaben aus Polizeikreisen mehrere Menschen getötet worden. Die Attentäter hätten in der Nähe eines Polizeireviers im Stadtzentrum ein Auto in die Luft gesprengt, hieß es. Über die Zahl der Opfer herrschten unterschiedliche Angaben. So hieß es aus den Kreisen, es seien fünf beziehungsweise sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten wurde mit 17 und 21 angegeben.

Irakische und US-Truppen gingen in der Nacht auf Dienstag nach Augenzeugenberichten im Bagdader Stadtviertel Hurrija gegen Aufständische vor. Dabei wurden auch Hubschrauber eingesetzt. Der staatliche Sender Irakiya berichtete von sechs getöteten Zivilpersonen. Augenzeugen erklärten, Menschen hätten sich in schiitische Moscheen geflüchtet. Diese seien von US-Soldaten umstellt worden. In dem Viertel hatten militante Schiiten Ende des vergangenen Jahres die meisten Bewohner der sunnitischen Minderheit vertrieben. (APA/Reuters)

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