Kinder, Kinder, so wächst Österreichs Bevölkerung

19. März 2007, 20:56
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Österreichische Frauen bekommen immer weniger Kinder - Aussterben wird das Land aber nicht - mit Grafik

Ob die Österreicher in einigen hundert Jahren ausgestorben sein werden, wollten die Ö1-Kinderuni-Reporter vom Geografen Heinz Fassmann wissen. Es gibt Grund zu dieser Annahme - schließlich haben die Österreicher immer später und daher immer weniger Kinder. 1,4 Kinder bekommt eine österreichische Frau derzeit, das heißt, dass auf 100 Frauen 140 Kinder kommen. Durch Zuwanderung wird die Zahl der Österreicher bis 2050 dennoch wachsen, erst danach werden mehr Menschen sterben als geboren werden.

Lebten im Jahr 2004 noch 1,3 Millionen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in Österreich, werden es im Jahr 2050 um 100.000 weniger, also 1, 2 Millionen sein, schätzt die Statistik Austria. Die Zahl der über 60-Jährigen wird hingegen, auch aufgrund der steigenden Lebenserwartung, zunehmen.

Steigende Zahlen

Fest steht, dass die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahrzehnten insgesamt steigt, wobei es in manchen Regionen mehr und in anderen weniger Menschen geben wird (siehe Grafik). Die meisten Kinder und die wenigsten alten Menschen werden künftig in Wien daheim sein. Die Hauptstadt ist die einzige Region in Österreich, wo die Zahl der Kinder sogar ein wenig steigen wird, nämlich von 14,7 Prozent der Stadtbevölkerung auf 15,1 Prozent im Jahr 2050. Wien ist auch das Bundesland, das am meisten wachsen wird: Bis 2050 wird die Zahl der Wiener von heute 1,6 Millionen auf über zwei Millionen ansteigen. So viele Einwohner hatte Wien zuletzt im Jahr 1910.

Am wenigsten Kinder und Jugendliche werden in Kärnten zu finden sein, wo der Anteil der unter 15-Jährigen von derzeit rund 16 Prozent auf 11,8 Prozent im Jahr 2050 hinunterrasselt. Schlecht dastehen in Bezug auf junge Menschen wird auch das Burgenland. Im Vergleich zu Gesamtösterreich wird es neben dem künftigen Kinderland Wien auch in Vorarlberg viele Kids geben, gefolgt von Niederösterreich. Eher weniger wird es hingegen in Tirol, in Oberösterreich, in Salzburg und in der Steiermark geben. (kri/DER STANDARD-Printausgabe, 20.03.2007) .

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    quelle: statistik austria/grafik: der standard
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