Wissen: So manche Steuer fällt unter "Bagatelle"

19. März 2007, 17:54
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Was eine Bagatell-steuer genau ist, wird zwar nirgends definiert. Gemeinhin spricht man aber von einer Bagatellsteuer, wenn ihr Ertrag im Verhältnis zu den Gesamt-Steuereinnahmen von 60 Milliarden Euro vernachlässigbar erscheint.

Für Finanzminister Wilhelm Molterer ist das bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer der Fall, die im Vorjahr 132 Millionen erbrachte. Andere Beispiele sind: Bodenwertabgabe (fünf Millionen Euro), Kunstförderbeitrag (16 Millionen), land- und forstwirtschaftliche Abgabe (20 Millionen), Flugsicherheitsabgabe (62 Millionen) oder die Werbesteuer (100 Millionen).

Kompliziert wird die Einordnung bei anderen Steuern, Gebühren oder Abgaben, auf die aus ideologischen Gründen nicht verzichtet wird – Beispiel: Studiengebühren (140 Millionen Euro). Andere Steuern, wie etwa die Biersteuer, die 190 Millionen Euro bringt, müssen erhoben werden, weil es hier EU-Mindeststeuersätze gibt. Die meisten Bagatellen findet man unter den „Gebühren“, die dem Fiskus in Summe rund 800 Millionen bringen. Aber da galt bisher: Kleinvieh macht auch Mist. (miba/DER STANDARD; Printausgabe, 20.3.2007)

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