Mehr Geld für die Wetterforschung gefordert

19. März 2007, 15:13
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Meteorologe: Damit zusammen hängende Entscheidungen beeinflussen täglich "hunderte Millionen Menschen auf der Welt"

Madrid - Mit jedem Euro, der für die Wetterforschung ausgegeben wird, lassen sich laut Fachleuten bei Klimakatastrophen sieben Euro einsparen. Es sei erwiesen, dass jeder Euro, der für die Vorhersage von Wetterrisiken verwendet werde, sieben Euro unnötig mache, "die man sonst ausgeben müsste, um den wirtschaftlichen Verlusten abzuhelfen", sagte der Generalsekretär der Meteorologischen Weltorganisation (OMM), Michel Jarraud, am Montag zum Auftakt einer mehrtägigen Konferenz in der spanischen Hauptstadt Madrid.

Bei der Tagung wollen die Fachleute aus aller Welt vor allem darüber reden, wie sich die Informationen über das Wetter und das Klima verbessern lassen, so dass Bauern, Unternehmen, Staaten und Einzelleute mehr davon haben. "Die Entscheidungen, die im Zusammenhang mit der Wetterforschung getroffen werden, beeinflussen an jedem einzelnen Tag das Leben von hunderten Millionen Menschen auf der Welt", betonte der französische Meteorologe Jarraud. Der Schwerpunkt der Konferenz in Madrid lag zunächst auf dem Klimawandel - den Gefahren, die damit verbunden sind, und den Möglichkeiten, Naturkatastrophen vorauszusehen.

Die Vereinten Nationen hatten in ihrem jüngsten Weltklimabericht davor gewarnt, dass die Erde sich bis zum Jahr 2100 um durchschnittlich 1,8 bis 4,0 Grad Celsius erwärmen werde. Die Folge sind mehr Hitzewellen und Dürrezeiten, heftigere Wetterumschwünge, Unwetter und Überschwemmungen. (APA)

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