Alles andere als ein normales Unternehmen

20. März 2007, 07:00
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Beim Discount-Zertifikat von Sal. Oppenheim auf Bwin stimmt das Chance-Risiko-Verhältnis - von Christian Scheid

Gleich mehrere Ereignisse bewegen den Kurs der Bwin-Aktie dieser Tage. Für große Erleichterung bei den Anlegern sorgte ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 6. März, wonach privaten Wettanbietern, wie die Wiener es sind, der Marktzugang nicht erschwert werden darf. Für Bwin eine gute Nachricht, war das Unternehmen bislang doch vor allem in Deutschland auf heftigen Widerstand von staatlicher Seite gestoßen. Mancher Beobachter spricht nach dem EuGH-Urteil zwar schon vom Ende der staatlichen Wett- und Glücksspielmonopole, dennoch gibt es keinen Grund für Euphorie: Bislang fand vor allem Deutschland noch immer einen Weg, um den privaten Anbietern wie Bwin große Steine in den Weg zu legen.

Für einen weiteren Kursschub sorgten bei dem ATX-Papier Verlautbarungen aus dem Unternehmen, wonach Bwin mit einer Übernahme von Sportingbet liebäugelt. Mit dem ähnlich aufgestellten Konkurrenten würde den Wienern einerseits der Einstieg in den lukrativen britischen Markt gelingen. Andererseits ist Sportingbet mit einem Börsewert von derzeit rund 400 Millionen Euro kein Schnäppchen. Eine solche Summe ließe sich wohl nur via Ausgabe von neuen Aktien finanzieren. Eine Kapitalerhöhung würde die Alteigner, die ohnehin noch von den Riesenverlusten infolge der gescheiterten Übernahme des US-Anbieters Ongame gezeichnet sind, stark verwässern.

Ein großer Risikopuffer kann bei Investments in Bwin also nicht schaden. Beim Discount-Zertifikat von Sal. Oppenheim (ISIN DE 000 SCL 1H7 6) sorgt dafür der Rabatt von mehr als 50 Prozent im Vergleich zur Anlage in der Aktie. Dennoch ist mit dem Papier, das mit einem Cap bei 15,00 Euro ausgestattet ist, noch eine Rendite von 6,9 Prozent beziehungsweise 9,4 Prozent p.a. drin. Zudem ist die Restlaufzeit von rund neun Monaten überschaubar.

Fazit: Bei der Bwin-Aktie handelt es sich nach wie vor um einen sehr riskanten Basiswert. Doch beim Papier von Sal. Oppenheim – mehr als 50 Prozent Puffer bei einer möglichen Rendite von 9,4 Prozent p.a. – stimmt das Chance-Risiko-Verhältnis.

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