"Für die deutsche IBM ist die Globalisierung eine große Chance"

29. März 2007, 10:13
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Interview mit IBM-Deutschland Chef Martin Jetter - IBM braucht mehr Spitzenkräfte und weniger breites Wissen

Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland , will den Konzern mit hochwertigen und wissensintensiven Angeboten wieder auf Wachstumspfad führen. In einem aktuellen Interview macht Jetter gegenüber der IT-Wochenzeitung Computerwoche deutlich, dass sich IBM Deutschland im internationalen Konzernverbund "mehr als in der Vergangenheit" das Know-how im IBM-Netzwerk in den USA, Großbritannien und Indien nutzbar machen müsse. Jetter sieht den deutschen Standort in diesem Zusammenhang keineswegs als Opfer der Globalisierung. "Für die deutsche IBM ist die Globalisierung eine große Chance."

Gut gerüstet

Nach Ansicht Jetters ist IBM Deutschland dabei mit Blick auf die globale Integration gut gerüstet, nur müsse das bereits Geschaffene verfeinert und verbessert werden. Zur Stärkung des deutschen Standortes fordert er für sein Unternehmen jedoch "mehr Spitzenkräfte und weniger breites Wissen."

"Herkules"

Gefragt nach dem milliardenschweren IT-Projekt "Herkules", das IBM und SBS (Siemens Business Services) für die Bundeswehr realisieren, zeigt sich Jetter "sehr zuversichtlich" und weist auf die besondere Bedeutung der größten Public-Private-Partnership in Europa hin. "Vor uns steht eine Riesenaufgabe. Insbesondere müssen wir beweisen, dass es in Deutschland langfristig möglich ist, in einem gemeinsam von öffentlicher und Privatwirtschaft betriebenen Unternehmen zusammenzuarbeiten."

Fokus Mittelstand

Sehr engagiert will der neue IBM Deutschland-Chef das Mittelstandsgeschäft vorantreiben. So starte das Unternehmen "aggressiv damit, Geschäftspartner mit einer feinmaschigen Flächenabdeckung für eine Zusammenarbeit zu gewinnen". Als ersten Schritt kündigt Jetter im Interview an, spätestens bis Mitte des Jahres Security-Lösungen auf den Markt zu bringen. "Wir wollen, dass unsere Partner im Lauf der Zeit das gesamte Portfolio der IBM vertreten können, wenn sie möchten." (red)

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