Tumpel: AVZ soll als Stiftung Job-Zusagen überwachen

25. Juli 2000, 15:47

AK-Präsident will "mit Dividenden Arbeitsplätze schaffen"

Wien - Das Zusammengehen von Bank Austria und HypoVereinsbank bringt aus Sicht von Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel durchaus eine Chance mit sich, da die Bank-Austria-Aktionäre ein maßgebliches Paket an einem der großen europäischen Bankenverbunde erhalten. Dies müsse aber auch genützt werden.

Daher solle die Stadt-Wien-nahe Anteilsverwaltung Zentralsparkasse (AVZ) - derzeit mit knapp 23 Prozent größter BA-Einzelaktionär und künftig nach der deutschen Allianz-Versicherung zweitgrößter Aktionär der neuen HypoVereins/Bank Austria - rasch in eine unabhängige Stiftung umgewandelt werden, verlangte der AK-Präsident am Dienstag.

AVZ soll HypoVereins-Anteile langfristig halten

Bedingung sei, dass diese Stiftung ihre Anteile am neuen HVB/BA-Bankenverbund langfristig halte und als strategischer Eigentümer einsetze und die Umsetzung der Zusagen - auf die Sicherung der Arbeitsplätze, den Bestand als Universalbank und auf den Ausbau zum Kompetenzzentrum für das Mittel- und Osteuropageschäft des Bankenverbunds überwache.

Auch die Dividendenerträge der künftigen Stiftung müssten dafür verwendet werden, verlangte Tumpel in einer Aussendung: "Ich erwarte mir, dass damit in Wien Arbeitsplätze geschaffen und die Arbeitnehmerförderung verstärkt werden."

Bei der nunmehrigen Fusionslösung würden - zum Unterschied zu den geplanten Privatisierungsvorhaben der Bundesregierung - Aktien nicht verkauft, sondern sollen in eine Stiftung eingebracht werden, erklärt Tumpel. (APA)

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