220 Millionen Jahre alte Bernsteineinschlüsse entdeckt

20. März 2007, 09:00
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Bakterien, Pilze, Amöben und Wimpertierchen wurden außergewöhnlich gut konserviert - selbst Zellstrukturen noch erkennbar

Stuttgart/Berlin - Ein deutsch-italienisches Forscherteam hat in den Dolomiten die ältesten bekannten Bernsteineinschlüsse der Welt entdeckt. In den tausenden winzigen Bernsteintröpfchen seien Bakterien, Pilze, Amöben und Wimpertierchen 220 Millionen Jahre lang konserviert worden, berichtet das deutsche Magazin "Bild der Wissenschaft" (Stuttgart) in seiner Aprilausgabe.

Damit seien die Einschlüsse aus der Zeit der ersten Dinosaurier rund 85 Millionen Jahre älter als bisherige Funde. Forscher um Alexander Schmidt von der Berliner Humboldt-Universität waren nahe dem italienischen Alpen-Skiort Cortina d'Ampezzo darauf gestoßen.

Selbst Zellstrukturen erkennbar

Der Zustand der so genannten Inklusen sei außergewöhnlich gut, selbst Zellstrukturen seien noch erkennbar, schreibt die Zeitschrift. Dadurch seien erstmals direkte Vergleiche mit heute lebenden Arten möglich geworden. Diese hätte gezeigt, dass sich viele der Mikroorganismen seither nicht verändert haben. Die Forscher führten dies auf eine bedeutend geringere Spezialisierung als bei höheren Lebewesen zurück. Zudem hätten sich die Lebensräume der Mikroorganismen kaum verändert. (APA/dpa)

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