Unseriöse Händler zocken Ebay-Kunden ab

29. März 2007, 10:14
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Beschwerden über unzumutbare Versandkosten häufen sich

Das Online-Auktionshaus Ebay zieht täglich eine große Zahl von Käufern und Verkäufern an und kann auf den Ruf bauen, ein verlässliches Shoppingportal zu sein. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, häufen sich nun jedoch Beschwerden über unseriöse Händler, die überteuerte Versandpauschalen verlangen. Jetzt will Ebay handeln und unseriöse Anbieter und Käufer von der Versteigerungsplattform fernhalten oder zumindest ausdrücklich auf Anbieter mit unangemessenen Versandkosten hinweisen. In den Bewertungen, mit denen Käufer den Service von Verkäufern beurteilen, soll künftig die Zufriedenheit mit den Versandkosten abgefragt werden.

Identifikation

Um Kriminelle von Ebay fernzuhalten, müssen sich nun alle Verkäufer über Kreditkarten, Lastschrift-Verfahren oder über die Registrierung bei Paypal identifizieren. Als Folge dieser Neuregelung ging die Zahl der sogenannten Powerseller um zwanzig Prozent zurück. Diese Verkäufer gelten eigentlich als besonders vertrauenswürdig, da sie mindestens 98 Prozent positive Kundenbewertungen brauchen. Doch dieses Sicherheitssystem stellte sich als nicht ausreichend heraus. Immer wieder kam es zu Fällen, bei denen bereits bezahlte Ware nicht geliefert wurde oder Plagiate über Ebay versteigert wurden.

Ausnahme

Wer hohen Versandkosten entgehen will, hat auch das Recht, die Ware direkt vom Verkäufer abzuholen, solange dieser es nicht ausdrücklich ausgeschlossen hat. Erst vor kurzem gab das Amtsgericht Koblenz einem Kläger Recht, der zwei Fahrradsättel für je einen Euro ersteigert hatte und sie persönlich abholen wollte, um sich die Versandkosten von neun Euro zu sparen. Der Verkäufer weigerte sich jedoch zunächst, die ersteigerte Ware herauszugeben. (pte)

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