Winter meldet sich zurück

20. März 2007, 09:30
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Kettenpflicht für Schwerfahrzeuge auf Autobahnen - Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee - Lawinengefahr gestiegen

Zwei Tage vor Beginn des kalendarischen Frühlings hat der Winter nach einer flauen Saison gezeigt, was er kann: Neuschnee in den Gebirgsregionen machte Montag früh Schwerfahrzeugen zu schaffen, tagsüber bekam vor allem Kärnten eine Menge der "weißen Pracht" ab: Im südlichsten Bundesland herrschte am frühen Nachmittag tiefster Winter, teilweise waren bereits bis zu 40 Zentimeter Schnee gefallen, die Räumtrupps kamen mit der Arbeit nicht nach, auch auf den Bundesstraßen und Autobahnen gab es schwierigste Fahrverhältnisse, Nebenstraßen waren überhaupt nicht geräumt.

Kärnten: Kollisionen

Auf der Südautobahn (A2) im Raum Villach und auf der Karawankenautobahn (A11) wurde am Nachmittag Kettenpflicht für Schwerfahrzeuge verhängt. Generelle Kettenpflicht gab es auf praktisch allen Pass- und Bergstraßen. Schwerere Verkehrsunfälle blieben vorerst aus, allerdings kam es zu zahlreichen Kollisionen, die aber durchwegs nur Blechschaden verursachten. Da der Schnee extrem schwer war, rechnete man beim Landesenergieversorger Kelag mit Leitungsrissen, auch Schneebruch in den Wäldern stand zu befürchten.

Steiermark: Sölkpass gesperrt

In der Obersteiermark gab es in der Früh bis zu 30 Zentimeter Neuschnee, der Sölkpass wurde gesperrt. Auch in Graz und in der Südsteiermark schneite es, wenn auch bei weitem nicht so ausgiebig. Die Lawinengefahr stieg praktisch sprunghaft an, Fachleute rechneten damit, dass im Laufe des Tages die Warnstufe 4 - von fünf möglichen - ausgerufen werden musste.

Tirol: Schneematsch und Kettenpflicht

In Tirol waren vor allem das Unterland und Osttirol von den Schneefällen betroffen, auf höher gelegenen Bergstraßen und auch auf der Brennerautobahn lag Schneematsch. Im Arlberggebiet bestand auf der Passstraße zwischen St. Anton und Stuben sowie für die Zufahrt in die Wintersportorte Zürs und Lech Kettenpflicht für Lkw. Auch in Tirol wurde so wie in den anderen Bundesländern, in denen es heftig schneite, auf die gestiegene Lawinengefahr hingewiesen.

Salzburg; Blockaden

Rund 25 Zentimeter Schnee fielen in der Nacht in den Salzburger Bergen, auf dem Sonnblick waren es sogar 40 Zentimeter. Untertags schneite es im Lungau, im Pongau und im Pinzgau weiter. In der Früh blieben auf der Tauernautobahn zwischen Flachau und dem Tauerntunnel Fahrzeuge hängen, die Autobahn war bis 9.00 Uhr blockiert. Kettenpflicht gab es auf der Katschberg- und der Gerlos-Bundesstraße. In Oberösterreich gab es Schneefahrbahnen auf Bergstraßen und zum Teil auf der Westautobahn im Seengebiet. (APA)

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    Die Blüten und Knospen eines Marillenbaumes in Lofer im Bundesland Salzburg sind am Montag nach dem nächtlichen Wintereinbruch mit Schnee bedeckt.

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