Makula-Degenerationen

19. März 2007, 09:37
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Zwei Drittel aller senilen Makula-Degenerationen sind genetisch bedingt. Das Erkrankungsrisiko wird dabei im Wesentlichen von zwei nebeneinanderliegenden Genen bestimmt. Rando Allikmets und sein Team von der New Yorker Columbia University haben sie auf dem Chromosom 6 (Nature Genetics 38, 458-462, 2006) identifiziert. Die beiden Gene BF und C zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, Entzündungsreaktionen besonders lange aufrechtzuerhalten. Der Verdacht, dass der Verlust der Sehzellen bei der altersbedingten Makula-Degeneration entzündlich bedingt ist, lag für die Forscher nahe. Sie fahnden jetzt nach einem möglichen Infektionserreger.

Warum die Makula-Degeneration in einer feuchten und einer trockenen Form auftritt, ist bis heute unklar. Beide beginnen mit einer funktionellen Störung der Pigmentschicht. Diese Zellschicht, die sich unmittelbar unter den Sehzellen der Netzhaut befindet, ist für deren Versorgung verantwortlich. In 80 Prozent der Fälle entwickelt sich die langsame, trockene Variante. 20 Prozent erkranken an der aggressive, feuchten Form. In seltenen Fällen entwickelt sich aus einer trockenen die feuchte Makula-Degeneration. (phr)

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