Sarkozy: Haschischkonsum soll kein Verbrechen mehr sein

31. März 2007, 16:23
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UMP-Präsidentschaftskandidat will stattdessen Strafgeld einführen

Paris - Der Konsum von Haschisch soll in Frankreich künftig nicht mehr als strafrechtliches Verbrechen, sondern nur noch als verwaltungsrechtlicher Verstoß eingestuft werden. Dies betonte der konservative Präsidentschaftskandidat, UMP-Chef und Innenminister Nicolas Sarkozy im Radiosender "Skyrock". Sarkozy versprach im Falle eines Wahlsiegs die Abschaffung des Gesetzes aus dem Jahr 1970, das bis zu einem Jahr Haft und mehrere tausend Euro Strafgeld für den Konsum von Cannabis vorsieht. Das Gesetz bezeichnete der Innenminister als "repressiv", "lächerlich" und "sinnlos".

"Ich denke, dass es nicht viel Sinn hat, aus dem Haschischkonsum ein Verbrechen zu machen", sagte Sarkozy und fügte hinzu: "Ich möchte ein wirkliches soziales Verbot einführen, denn ich werde die Droge nicht zulassen" Der Präsidentschaftskandidat versprach all jenen Personen eine Hilfe, die sich aus der Drogenabhängigkeit befreien wollen.

Eine Liberalisierung der Drogen befürwortete Sarkozy allerdings nicht, zumal dies Dealer anziehe, "die kommen und den jungen Menschen ihren Tod verkaufen". Als negatives Beispiel in diesem Zusammenhang nannte der Innenminister Spanien und die Niederlande. "Ich bin nicht für eine Gesellschaft, in der die Droge frei verkauft wird, und in der man auf dem Unglück der Jugendlichen ein Vermögen verdienen kann", betonte Sarkozy.(APA)

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    Sarkozy verspricht Hilfe für alle, die sich aus der Drogenabhängigkeit befreien wollen

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