USA wollen einzelne Kontakte zu Palästinenser-Regierung erlauben

18. März 2007, 19:03
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Jedoch keine Gespräche mit Hamas-Mitgliedern - Briten wollen diplomatische Kontakte

Jerusalem - Die USA wollen ihre Sanktionen gegen die Palästinenser-Regierung beibehalten, entgegen der Position Israels jedoch Kontakte zu einzelnen Kabinettsmitgliedern erlauben. Die seit einem Jahr bestehen Sanktionen blieben in Kraft, bis die neue Regierung wie vom Westen gefordert Israel anerkenne und der Gewalt abschwöre, sagte die Sprecherin des US-Konsulats am Sonntag in Jerusalem.

Weiterhin bestehe kein Kontakt zu den Hamas-Mitgliedern in der Regierung. Mit einzelnen Regierungsmitgliedern, die nicht der radikal-islamischen Hamas angehören, werde der Kontakt dagegen erlaubt. Eine Entscheidung darüber müsse jeweils im Einzelfall getroffen werden.

Briten wollen diplomatische Kontakte

So will Großbritannien offenbar mit den Mitgliedern der Einheitsregierung diplomatische Kontakte aufnehmen, die nicht der islamistischen Hamas angehören. Frankreich hat bereits den designierten Außenminister Siad Abu Amr nach Paris eingeladen. Im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hieß es, die EU bewege sich offenbar auf die Palästinenserführung zu. Zunächst sollten Kontakte zu gemäßigten Ministern erlaubt werden, zitierte die Zeitschrift einen Diplomaten. Dann sei denkbar, dass wieder Geld an die Palästinenser fließe. (APA/Reuters)

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