Milliarden-Kostenvoranschlag für neues Atommülllager

22. März 2007, 19:07
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Ausgaben von rund 26,9 Milliarden Dollar bis 2023 erwartet - Weitere Kostensteigerung erwartet

Washington - Der Bau und Betrieb eines neuen Atommülllagers in den USA wird nach einem amtlichen Kostenvoranschlag bis 2023 rund 26,9 Milliarden Dollar (20,2 Mrd. Euro) kosten. Das teilte der Direktor des Amtes für Radioaktives Müll-Management im US-Energieministerium, Edward Sproat, am Freitag in Washington mit. In dieser Kalkulation sind nicht die Kosten für die gesamte Lebensdauer der Anlage in Yucca Mountain im US-Staat Nevada enthalten. Diese werden auf 58 Milliarden Dollar geschätzt.

Sproat zufolge sollen die Kosten im Mai erneut kalkuliert werden - man rechne bereits jetzt mit einer weiteren Steigerung. Die Anlage 150 Kilometer nordwestlich von Las Vegas soll in einem Indianerreservat gebaut und 2017 eröffnet werden. Das sei allerdings die günstigste Schätzung, sagte Sproat. Sollte das Projekt nicht ausreichend Finanzmittel erhalten, werde sich die Inbetriebnahme nach hinten verschieben.

In den vergangenen Jahren hat das Projekt nicht die erforderlichen Summen bekommen, zum Teil auch wegen des Widerstands des demokratischen Senators Harry Reid. Als Mehrheitsführer des Senats ist Reid inzwischen noch einflussreicher geworden. Yucca Mountain soll 77.000 Tonnen radioaktiven Mülls aus Atomkraftwerken und aus dem Atomwaffenprogramm aufnehmen. Die Anlage ist vom Kongress 2002 gebilligt worden, ihr Bau ist allerdings durch politischen Widerstand und Klagen aufgehalten worden. (red/APA/AP)

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