Commerzbank-Filialen öffnen erstmals am Samstag

19. März 2007, 12:40
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Harter Kampf um die Privatkunden am deutschen Bankensektor - ver.di: "Mehr Personal nötig"

Frankfurt/Main - Im Kampf um die Privatkunden hat die Commerzbank erstmals in Deutschland am Samstag ihre Schalter geöffnet. Bundesweit boten 780 der 820 Filialen der zweitgrößten deutschen Bank ihre Dienste an. "Ich konnte mit vielen Kunden und Nicht-Kunden sprechen, die vom Konzept der Samstagsöffnung begeistert waren", sagte Privatkundenvorstand Achim Kassow nach dem Besuch dreier Filialen in Frankfurt. Gut 4.000 Mitarbeiter waren bei dieser zunächst einmaligen Aktion in der Kernzeit von 10.00 bis 18.00 Uhr im Dienst.

Dauerhafte Samstags-Öffnung nicht ausgeschlossen

Kassow schloss eine dauerhafte Samstagsöffnung aber nicht aus. "Unsere Mitarbeiter zeigen ein beeindruckendes Engagement, die Kunden äußern sich positiv. Nach der Analyse der Gesamtzahlen in der kommenden Woche werden wir sehen, wie es weiter geht." Nach drei Stunden in drei Filialen zeichne sich ab, dass die Commerzbank mehr neue Kunden gewonnen habe als "sonst in einer ganzen Woche nicht." Bankchef Klaus-Peter Müller hatte bei der Bilanzvorlage Mitte Februar das Ziel ausgegeben, bis 2009 insgesamt 800.000 neue Privatkunden zu gewinnen.

ver.di: "Mehr Personal nötig"

"Wenn bei der Commerzbank grundsätzlich samstags geöffnet werden soll, muss auch mehr Personal eingestellt werden", sagte ver.di- Finanzexperte Jörg Reinbrecht. Der Vorsitzende des Commerzbank-Gesamtbetriebsrates, Uwe Tschäge, betonte: "Dieser Samstag kann kein Test für eine dauerhafte Samstagsöffnung sein." Sollte die Bank über diese Einmal-Aktion hinaus die Öffnungszeiten ausweiten wollen, sei "erheblich mehr Personal" nötig. An diesem Samstag erhielten die betroffenen Beschäftigten als Ausgleich Freizeit oder zusätzliches Geld. (APA/dpa)

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    Am Samstag boten in Deutschland 780 der 820 Filialen der zweitgrößten deutschen Bank ihre Dienste an.

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