Wien und Linz schon unter Druck

18. März 2007, 20:55
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Salzburg und Titelverteidiger Villach führen in Halbfinal-Serien vor Auswärtsspielen am Sonntag mit 1:0

Wien - Das Playoff-Semifinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) hat am Donnerstag mit zwei Heimsiegen und ohne Überraschung begonnen. Während Grunddurchgangs-Sieger Red Bulls Salzburg gegen die Capitals und Titelverteidiger EC Pasut Villacher SV im Duell mit dem EHC Liwest Black Wings ihre Favoritenrollen unter Beweis stellten, finden sich die Wiener und Linzer vor ihren ersten Heimpartien der "best of five"-Serien am Sonntag (18:00 Uhr) bereits mit dem Rücken zur Wand.

Der erfolgreiche Auftakt der Salzburger, die erstmals seit vielen Wochen mit ihrem kompletten Kader angetreten waren, geriet zur One-Man-Show des Kanadiers Frank Banham, der gegen die Capitals nicht weniger als fünf der neun Bullen-Tore erzielte. "Das ist mir das letzte Mal in der Junior League gelungen", freute sich der Matchwinner und Kapitän Dieter Kalt meinte: "So haben wir uns den Auftakt vorgestellt."

Der ÖEHV-Routinier und ehemalige Capitals-Spielführer sparte nicht mit Lob für seine Truppe: "Vielleicht waren die Wiener noch etwas müde vom letzten Spiel in Jesenice, aber wir haben ihnen dennoch unser Spiel aufgezwungen und somit auch verdient gewonnen." Von einer Vorentscheidung wollte Kalt dennoch nichts wissen: "Am Sonntag ist wieder ein neues Spiel, und da erwartet uns in Wien sicher eine ganz andere Mannschaft."

Im Lager der Capitals wollte man sich natürlich noch lange nicht geschlagen geben, obwohl Coach Jim Boni mit seiner Truppe durchaus hart ins Gericht ging: "Wir haben die Partie in den Zweikämpfen verloren, die wir weder gesucht noch gewonnen haben. Von uns war das kein Playoff-Hockey." Der ÖEHV-Teamchef fordert für die Revanche in der Albert Schultz-Halle: "Unser Ziel ist es, ein zweites Heimspiel zu erzwingen. Wir müssen bereit sein, das erste Spiel abhaken."

Auch die Black Wings Linz stehen zu Hause unter Zugzwang. Trainer Chris Valentine haderte nach dem 4:7 in Villach vor allem mit Schiedsrichter Dremelj: "Im Spiel Fünf gegen Fünf haben wir gleichwertig, aber durch lächerliche Entscheidungen des Schiedsrichters bestand die Partie praktisch nur aus Über- und Unterzahl-Situationen, da konnten wir unsere eisläuferischen Stärken nicht ausspielen." Zumindest Kent Salfi gab sich aber auch selbstkritisch: "Wir haben nie in die Partie gefunden und uns selbst geschlagen. Am Sonntag müssen wir vieles ändern."

VSV-Coach Greg Holst jedenfalls zeigte sich mit der Darbietung seiner Cracks zufrieden: "Es ist immer gut, wenn man das erste Spiel gewinnt. Wir müssen fair und diszipliniert weiterspielen, dann können wir Linz sicher schlagen."(APA)

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