S&P überprüft BA-Rating

25. Juli 2000, 13:42

HVB-Ausblick auf negativ herabgestuft

Wien - Die internationale Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat nach der Ankündigung des Zusammenschlusses mit der HypoVereinsbank (HVB) die Emittenten-Ratings und die Ratings für besicherte Verbindlichkeiten der Bank Austria (BA) und Tochtergesellschaften von AA+ und kurzfristig A-1+ auf ihre Kredit-Watchlist gesetzt. Die Entwicklung der Ratings der Bank Austria sei derzeit wegen der noch offenen Fragen über die Haftung durch die Stadt Wien - S&P erwartet einen Rückzug der Ausfallbürgschaft sobald die Übernahme vollzogen ist - noch unbestimmt.

Die Ratings der Bank Austria profitierten derzeit von der Ausfallbürgschaft der Stadt Wien, so S&P. Die ausgezeichnete finanzielle Position der Stadt Wien liege der Einschätzung der Kreditqualität der Stadt und dem Rating der Bank Austria zu Grunde. Die Ratingagentur erwartet noch weitere Informationen zur rechtlichen Situation in Bezug auf die Übernahmebedingungen sowie eine Stellungnahme der Stadt Wien über ihre Ausfallbürgschaft für die bestehenden Verbindlichkeiten der Bank Austria.

Rückzug der Haftung der Stadt Wien erwartet

Nach Ansicht von S&P ist es wahrscheinlich, dass diese Ausfallbürgschaft zurückgezogen wird, sobald die Übernahme vollzogen ist. Das Emittenten-Rating für die Bank Austria und ihre Töchter sowie die Ratings für alle künftigen Ratings werden deutlich unter dem derzeitigen Rating liegen, wenn die Ausfallbürgschaft tatsächliche zurückgezogen wird, wovon wir ausgehen, so die zuständige Analystin. Sie lägen dann in der Nähe der Ratings der HVB, je nachdem wie die Einbindung der Bank Austria in die HVB vorankomme.

In Zukunft werde S&P nach der erwarteten Rücknahme der Garantie für neue Verbindlichkeiten unterschiedliche Ratings für die garantierten und die zukünftig wohl nicht mehr garantierten Verbindlichkeiten der Bank Austria führen.

HBV zurückgestuft

Gleichzeitig wurde der Ausblick für das langfristige Rating der HVB von stabil auf negativ herabgestuft, die Emittenten-Ratings der HVB bei langfristig A+ und kurzfristig A-1 bestätigt. Grund dafür seien das relativ schwächere Finanzprofil der Bank Austria sowie die potenziellen Risiken im Hinblick auf auf den Integrationsprozess. In der Bestätigung der Ratings zeige sich, dass die angekündigte Übernahme den strategischen Ziel als europäische Bank der Regionen entspreche. (APA)

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