Tabelle verheißt Endspurt mit Fotofinish

18. März 2007, 20:07
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Alle 18 Teams entweder im Titel-, Abstiegs- oder Kampf um Europacupstartplatz

Wien - Neun Runden vor dem Finale der deutschen Fußball-Bundesliga spricht vieles für einen Endspurt mit Fotofinish. Alle 18 Teams sind entweder in den Kampf um den Titel, die Europacup-Plätze oder den Klassenerhalt verwickelt. Diese Konstellation garantiert Endspiele en masse und sorgt für Aktionismus. Vor allem im Tabellenkeller mit zehn gefährdeten Klubs liegen die Nerven blank. Die gescheiterten Trainer Jürgen Röber (Dortmund) und Frank Geideck (Bielefeld) sind nur die jüngsten Opfer.

Gleich vier Trainer stehen in der 26. Runde im Rampenlicht: Thomas Doll feiert nur sechs Wochen nach seinem Aus in Hamburg ein Comeback in Dortmund, für Ernst Middendorp beginnt nach mehrjähriger Bundesliga-Abstinenz die dritte Amtszeit in Bielefeld. Darüber hinaus sorgten Mirko Slomka und Ottmar Hitzfeld für Schlagzeilen. Vor dem Spitzenduell mit Stuttgart verlängerte Slomka seinen auslaufenden Vertrag bei Tabellenführer Schalke um zwei Jahre. Der als Übergangslösung verpflichtete Hitzfeld ließ sich in München zu einem Engagement bis 2008 überreden.

Slomka hat Großes vor

Mit der Bekanntgabe des Trainerdeals lagen die Bayern am Donnerstag zwei Stunden vor den Schalkern, doch im Titelrennen soll es umgekehrt laufen. "Ich habe hier Großes vor", sagte Slomka voller Hoffnung auf einen Sieg über den vier Punkte entfernten und personell angeschlagenen Tabellendritten aus Stuttgart. Die Rückkehrer Pander, Lövenkrands und Asamoah schüren die Hoffnung von Slomka, ungeachtet der Entwicklung mit zuletzt vier sieglosen Spielen. Bei den Stuttgartern wird Timo Hildebrand wieder das Tor hüten, der Vorarlberger Keeper Michael Langer auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Ähnlich wie "auf" Schalke" soll die Trainerzusage auch in München neue Kräfte freisetzen. "Schalke wirkt nervös", tönte Torhüter Oliver Kahn vor dem Spiel in Frankfurt (Markus Weissenberger nach Oberschenkelverhärtung wieder einsatzfähig). Mit dem zweiten Auswärtssieg nacheinander wollen die Bayern erstmals seit der 18. Runde wieder in die Top 3 und damit in die Champions-League-Zone zurückkehren.

Werder erwartet Mainz

Werder Bremen stimmte sich mit dem Einzug ins Viertelfinale des UEFA-Cups auf den Showdown ein. Vor dem Heimspiel gegen Mainz ist Vorsicht geboten: Schließlich trifft der Tabellenzweite auf die erfolgreichste Rückrundenmannschaft. Zu allem Überfluss ist der Einsatz von Aaron Hunt für diese Partie ebenso fraglich wie der von Nationalspieler Miroslav Klose.

Noch aufregender geht es in der unteren Tabellenhälfte zu. Selbst der Neunte aus Aachen ist nur drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Um den freien Fall zu stoppen, zog Dortmund nach zuletzt drei Pleiten die Reißleine und ersetzte Röber durch Doll. Der neue Hoffnungsträger soll schon im Heimspiel gegen Nürnberg die Wende einleiten.

Einen ähnlichen Effekt erhoffen sich die Bielefelder von Middendorp. Denn eine Niederlage in Aachen würde die prekäre Lage des auf Rang 17 abgestürzten schlechtesten Rückrundenteams noch verschärfen. Anders als viele Mitkonkurrenten setzen die Bochumer in der Trainerfrage auf Kontinuität. Drei Tage vor der wichtige Partie in Wolfsburg wurde der Vertrag mit Marcel Koller verlängert. (APA/dpa)

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