Hahn wirbt bei CEEPUS-Ministertreffen für Verständnis

21. März 2007, 10:14
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"Besondere Situation in Österreich" - Bosnien-Herzegowina als 14. Mitglied des Kooperations- und Mobilitätsprogramms aufgenommen

Zagreb/Wien - Wissenschaftsminister Johannes Hahn hat am Freitag beim CEEPUS-Ministertreffen in Zagreb um Verständnis für die besondere Situation Österreichs beim Uni-Zugang geworben. Insbesondere ging es dem Minister bei dem Treffen der 14 Mitglieder des Kooperations- und Mobilitätsprogramms CEEPUS, darunter sieben EU-Mitgliedsländer, um die von der EU-Kommission beanstandete österreichische Quoten-Lösung beim Medizinstudium.

CEEPUS (Central European Exchangeprogramm for University Studies) ist ein regionales Kooperations- und Mobilitätsprogramm, das seit 1995 den Studentenaustausch zwischen Österreich und Ländern aus Ost- und Südosteuropa fördert. Derzeit nehmen Österreich, Albanien, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn daran teil, am Freitag wurde Bosnien-Herzegowina als 14. Mitglied aufgenommen.

3.000 mobile Studierende und Lehrende

Jedes Mitgliedsland stellt mindestens 100 Stipendienmonate zur Verfügung, wobei das Gastland mittels eines Vollstipendiums die Lebenshaltungs- und Studienkosten für Studenten, junge Akademiker, Assistenten und Professoren übernimmt. Im laufenden Studienjahr stehen insgesamt mehr als 5.300 Stipendienmonate zur Verfügung, womit rund 3.000 Studenten und Lehrende mobil werden. Österreich koordiniert 26 Prozent aller Netzwerke im Rahmen von CEEPUS und wird im kommenden Studienjahr 1.000 Stipendienmonate zur Verfügung stellen.

"Wir leisten mit diesem Programm einen wichtigen Beitrag zum Friedensprojekt Europa, wobei Österreich als Gründungsmitglied eine wichtige Rolle spielt", erklärte Hahn anlässlich der Tagung. Österreich werde deshalb auch Gastgeber für die Expertentagung sein, die das Nachfolgeprogramm "CEEPUS 3" vorbereiten soll. (APA)

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