Somalia: Neun Menschen bei Landminen-Explosion getötet

19. März 2007, 14:27
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Kinder hatten den Sprengsatz versehentlich beim Spielen entzündet

Mogadischu - Bei der Explosion einer Landmine nahe der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Freitag neun Menschen getötet worden. Der Sprengsatz sei versehentlich von spielenden Kindern gezündet worden, sagte ein Vertreter der Polizei von Afgooye, einer ländlich geprägten Ortschaft östlich von Mogadischu. Unter den Opfern befänden sich fünf Kinder. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, darunter eine Frau, die ihrem Arm verloren habe. Zwei Häuser seien durch die Explosion komplett zerstört worden. Ein Verbrechen oder terroristischer Anschlag als Hintergrund der Tat seien auszuschließen, sagte der Polizeivertreter weiter.

Die Kinder gehörten zu einer Gruppe von Flüchtlingen aus der Hauptstadt. Nach 16 Jahren des Bürgerkriegs ist Somalia übersät mit Waffen und Landminen. Seit dem Sturz der islamistischen Machthaber zum Jahreswechsel hat die Gewalt in der Hauptstadt deutlich zugenommen. UNO-Schätzungen zufolge flohen allein im Februar 40.000 Einwohner aus Mogadischu vor den Kämpfen.

(APA/Reuters)

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