Mädchen fehlen im Unterricht signifikant häufiger

16. März 2007, 13:34
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Österreichische Studie "Schulschwänzen - Verweigern - Abbrechen": Jungs fehlen jedoch öfters unentschuldigt

Wien - Mädchen fehlen im Unterricht signifikant häufiger und länger als Burschen (entschuldigt und unentschuldigt, Anm.). Das zeigt eine vom Bildungsministerium in Auftrag gegebene Studie zum Thema "Schulschwänzen - Verweigern - Abbrechen". Im Durchschnitt fehlt ein SchülerInnen pro Semester eine Woche. Rund ein Viertel der Fehlstunden (26 Prozent) sind unentschuldigt.

14 Prozent der Burschen, aber nur acht Prozent der Mädchen verzeichneten keine einzige Fehlstunde im letzten Halbjahr. Zwischen einer Stunde und zwei Wochen fehlten 71 Prozent der Mädchen und 69 Prozent der Burschen, zwei bis vier Wochen 16 Prozent der Mädchen und zwölf Prozent der Burschen. Mehr als vier Wochen abwesend waren je fünf Prozent der männlichen und weiblichen Jugendlichen.

Eines spricht aber für die Mädchen: 77 Prozent aller ihrer Fehlstunden waren entschuldigt, bei den Burschen waren es nur 70 Prozent.

Für die Studie wurden Dokumente wie Klassenbücher oder Schülerstammblätter von rund 4.200 Schülern der siebenten bis zehnten Schulstufe aus allen Bundesländern ausgewertet. Insgesamt fehlten 89 Prozent aller SchülerInnen im Halbjahr vor der Erhebung mindestens ein Mal, nur elf Prozent verzeichneten keine Fehlstunden.

Ranking nach Schulart

Den höchsten Anteil an Schülerinnen/Schülern mit Fehlstunden verzeichneten die Polytechnischen sowie die Berufsbildenden Mittleren Schulen (je 94 Prozent), den niedrigsten die Hauptschulen (85 Prozent). In den Berufsbildenden Höheren Schulen liegt der Anteil bei 91 Prozent, in den AHS bei 93 Prozent.

70 Prozent der SchülerInnen verpassen pro Semester eine Stunde bis zwei Wochen, 14 Prozent zwei bis vier Wochen und fünf Prozent mehr als vier Wochen (elf Prozent fehlten nie). Am häufigsten versäumten die Schüler der neunten Schulstufen den Unterricht, gefolgt von Schülern der zehnten, der achten und der siebenten. (APA)

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    Gründe fürs Schuleschwänzen bei Österreichischen Schülerinnen und Schülern
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