Schweiz: Jeder zehnte Jugendliche wird Opfer rechter Gewalt

16. März 2007, 16:07
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70 Prozent nehmen "Patrioten" als Bedrohung wahr

Basel - Jeder zehnte Jugendliche in der Schweiz wird einmal Opfer von rechtsextremistischer Gewalt. Dies stellt eine am Freitag in Basel präsentierte Nationalfonds-Studie mit knapp 3.000 Befragten fest. Rechte Gewalt sei in der Freizeitkultur der Jugendlichen verankert, ist der Studie zu entnehmen.

Rechtsextremistische Aggressionen gibt es in der Schweiz demnach primär beim Öffentlichen Verkehr und nachts nach 22 Uhr. Die Mehrzahl der Taten spielt sich in städtischem Umfeld ab; Täter und Opfer kennen sich selten. Die Nationalität spielt bei der Frage, ob jemand zum Opfer wird, keine entscheidende Rolle.

Das "Patrioten"-Lager unter den Jugendlichen selbst wird mit 9,6 Prozent der Befragten beziffert und damit als "sehr groß" charakterisiert. Davon bekennen sich 30 Prozent selbst als Rechtsextreme. Fast drei Viertel aller befragten Schweizer Jugendlichen nehmen die "Patrioten" als Bedrohung wahr. (APA/sda)

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