Kasper: Super-G-Streichung kein Thema

16. März 2007, 11:36
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FIS-Präsident spricht sich zur Reduzierung der Rennen für Grand-Prix-Serien aus

Anzahl der Riesentorläufe wird angeglichen - Weltcup-Grand-Prix-Serien werden angestrebt Von Birgit Egarter/APA aus Lenzerheide

Lenzerheide - Laut FIS-Präsident Gian-Franco Kasper wird es zu keiner Streichung des Super G aus dem alpinen Ski-Weltcup-Programm kommen. "Günter Hujara kann diesen Vorschlag dem Alpin-Komitee schon präsentieren und es kann auch diskutiert werden. Aber ich denke, dann werden wir erst in zehn Jahren wieder drüber reden", sagte der Boss des Internationalen Skiverbandes am Freitag auf der Lenzerheide, wo noch bis Sonntag das Weltcup-Finale in Szene geht.

Herren-Renndirektor Günter Hujara, der damit eine vielfach geforderte Reduzierung der Weltcup-Rennen erreichen wollte, hatte mit dieser Idee für Missstimmung bei den Rennläufern gesorgt, für die dieser Vorschlag unverständlich war und einem "Wahnsinn" gleich kam. Kasper dazu: "Die Läufer sind auf Grund des dichten Programms müde, das ist richtig. Da müssen wir etwas unternehmen. Wir haben mit einer Reduzierung der Weltcuporte damit begonnen."

Kasper kann sich Grand-Prix-Serien in den verschiedenen Ländern vorstellen. "Eine Woche in Österreich, eine in der Schweiz, eine in Frankreich zum Beispiel. So etwas ist auch gut für das Publikum." Nach dem Beispiel Kitzbühel/Schladming, diese Rennen folgen direkt aufeinander. Des weiteren ist die "Osterweiterung" geplant. "Wenn Sotschi die Olympischen Spiele bekommt (Bewerbung für 2014 und Konkurrent von Salzburg/Anm.), dann müssen wir sowieso nach Russland gehen." Dafür müsste dann wohl der Alpenraum Rennen abgeben. "Denn was die Anzahl der Bewerbe betrifft, da muss ich sagen, viel mehr geht nicht."

Während die von den Aktiven wenig geliebte Super-Kombination sicher Bestandteil des Kalenders bleibt ("Sie ist gut angelaufen, was noch fehlt, sind die Spezialisten für diesen Bewerb"), wird die Anzahl der Saison-Riesentorläufe den anderen Disziplinen angeglichen. "Da müssen wir sicher eine Angleichung vornehmen." Darüber freut sich natürlich auch der Österreicher Christoph Gruber: "Das ist gut, denn der Riesentorlauf ist die Kerndisziplin. Es gibt super Hänge und für die Zuschauer gibt es da echt was zu sehen."

Schwierig ist für die FIS nach wie vor, Orte zu finden, die bereit sind, ein Weltcup-Finale auszutragen. "Wir haben das Glück mit Lenzerheide und auch mit Aare, die bereit dafür sind. Das eine Problem ist die Schneesituation zu dieser Jahreszeit, das andere, dass es viel kostet, weil viele Preisgelder ausgezahlt werden." Aus Österreich gäbe es derzeit keine Bewerbung für ein Finale. (APA)

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