Palästinensischer Geheim­dienstoffizier von Unbekannten erschossen

19. März 2007, 19:30
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Zweites Mitglied des Militärgeheimdienstes im Gaza-Streifen schwer verletzt

Gaza - Unbekannte haben am Freitag im Gaza-Streifen einen palästinensischen Geheimdienstoffizier erschossen. Ein zweites Mitglied des Militärgeheimdienstes sei schwer verletzt worden, verlautete aus Polizeikreisen in Gaza. Die beiden Männer seien in einem Auto unterwegs gewesen und in Deir al-Ballah angehalten worden. Sie hätten aussteigen müssen. Dann sei aus kurzer Distanz auf sie geschossen worden. Der Geheimdienst untersteht der direkten Kontrolle von Präsident Mahmoud Abbas.

Hoffnung auf Ruhe

Nach der Bildung einer Einheitsregierung aus Hamas und Fatah wird auf eine Beruhigung der Lage im Gaza-Streifen gehofft. Abbas akzeptierte am Donnerstag die von Ministerpräsident Ismail Haniyeh unterbreitete Kabinettsliste, die am Samstag vom Parlament (Legislativrat) gebilligt werden soll. Schlüsselposten wie das Innen-, Außen- und Finanzministerium sind mit Persönlichkeiten besetzt, die weder der Hamas noch der Fatah angehören.

Israel hat das Programm der neuen palästinensischen Regierung zurückgewiesen. Die Hamas weigert sich weiterhin, Israel anzuerkennen, und will die bestehenden israelisch-palästinensischen Abkommen nur "respektieren", ohne sie explizit anzunehmen. (APA/dpa)

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