"La Repubblica"-Chef bittet um mehr Zeit für Geisel-Verhandlungen

17. März 2007, 16:09
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In Afghanistan entführter Journalist flehte um sein Leben

Rom - Der Chef der Zeitung "La Repubblica" hat die afghanischen Entführer des italienischen Journalisten Daniele Mastrogiacomo um mehr Zeit für Verhandlungen gebeten. Er bitte um so viel Zeit wie notwendig, um eine Lösung für eine schnelle Freilassung von Mastrogiacomo zu finden, erklärte Ezio Mauro am Donnerstagabend. Der Zeitungschef hatte seinen Appell nach eigenen Angaben mit der italienischen Regierung abgesprochen.

Kurz zuvor war eine angebliche Audio-Aufnahme Mastrogiacomos aufgetaucht, in der dieser zu Verhandlungen aufrief, ansonsten werde er in zwei Tagen ermordet. "Bitte, macht etwas, es sind nur noch zwei Tage, danach werden sie uns töten, bitte, bitte", sagt darin eine Stimme auf Englisch. Der Mann stellte sich mit dem Namen Mastrogiacomo vor. Die Aufnahme von schlechter Qualität wurde von der privaten afghanischen Presseagentur Pajhwok übermittelt. Ihre Echtheit konnte zunächst nicht bestätigt werden.

Der 52-jährige Korrespondent der Zeitung "La Repubblica", der seit Montag vergangener Woche vermisst wird, war gemeinsam mit zwei afghanischen Begleitern von den Taliban entführt worden, als er von Kandahar in die ebenfalls im Süden gelegene Provinz Helmand reisen wollte. Die Taliban hatten am Wochenende mit der Tötung Mastrogiacomos gedroht, falls die italienische Regierung nicht binnen einer Woche eine Frist für den Abzug der 2000 italienischen Soldaten aus Afghanistan festlegen sollte. (APA)

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