Steirische Banken nach Bombendrohung geräumt: Verdächtiger verhaftet

19. März 2007, 14:27
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27-Jähriger rief ohne Nummer zu unterdrücken von Handy aus an - Mann geständig, Motiv unbekannt

Graz - Zwei obersteirische Banken sind Donnerstag vormittags nach einer anonymen Bombendrohung per Telefonanruf kurzfristig evakuiert worden. Der mutmaßliche Täter, ein 27-jähriger Werksarbeiter aus dem Bezirk Mürzzuschlag mit vermutlich psychischen Problemen, wurde schnell ausgeforscht: Er hatte beim Anruf von seinem Mobiltelefon aus die Nummer nicht unterdrückt, so die Sicherheitsdirektion Steiermark.

Gegen 8.45 Uhr rief ein Mann bei der Polizeibezirksleitstelle Mürzzuschlag an und drohte zwei Banken in Wartberg zwischen 9.00 und 10.00 Uhr zu sprengen. Während die beiden Gebäude und umliegende Häuser evakuiert wurden, riefen die Beamten bei der Nummer zurück, von der aus der Täter die Sprengung angekündigt hatte. Es meldete sich erst die Freundin des Anrufers, die den 27-jährigen Verdächtigen überredete sich zu stellen. Der Werksarbeiter fuhr zur Polizeiinspektion Krieglach und gestand bei den Einvernahmen die Bombendrohung.

Ein Motiv konnte der Mann aus Mürzzuschlag nicht nennen. Er wisse nicht, warum er angerufen habe, doch die Exekutive ging davon aus, dass der Werksarbeiter an psychischen Problemen leide. Unklar sei noch, ob der Mann in Haft kommt oder in die Landesnervenklinik Sigmund Freud gebracht wird - die Einvernahmen würden fortgeführt, so die Polizei. In den Banken wurden keine verdächtigen Objekte gefunden. (APA)

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