Geiselnahme: BAWAG-Mitarbeiter und Polizisten ausgezeichnet

19. März 2007, 19:28
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Lob für Verhalten der Angestellten und Beamten - heftige Kritik an Medienverhalten

Wien - Die Geiselnahme in eienr BAWAG-Filiale in Wien am 27. Februar ging ohne Verletzte zu Ende.Heute, am Donnerstag wurden die als Geiseln gehaltenen Bankangestellten und auch die Polizisten für ihren Einsatz von der Polizeiführung und Bankenleitung ausgezeichnet

Verliehen wurden die Dekrete von BAWAG-Chef Ewald Nowotny, dem amtsführenden Landespolizeikommandanten Karl Mahrer und dem Leiter der Kriminalpolizeilichen Abteilung, Hannes Scherz.

Neben den rund 70 Beamten, die sich in der BAWAG-Zentrale in der Innenstadt eingefunden hatten, waren nur drei der betroffenen Angestellten gekommen: "Die übrigen sind in der Filiale, weil die Arbeit geht weiter", erklärte Nowotny.

Er sparte nicht mit Lob und "höchster Anerkennung" für seine Mitarbeiter: Während ihrer Gefangennahme hätten sie sich alle vorbildlich verhalten und zur Deeskalierung der Situation beigetragen. Danach hätten sich alle binnen kürzester Zeit wieder zur Arbeit eingefunden, obwohl sie ja ein wahres Horrorszenario hinter sich hatten.

Weniger freundliche Worte fand der BAWAG-Chef für das Verhalten einzelner Medienvertreter. Ein Reporter hat während der Geiselnahme in der Bank angerufen und mit dem Geiselnehmer gesprochen. Es sei "beschämend" kitisierte Nowotny: Der moralischen Verantwortung, die in der Berichterstattung eines derartigen Ereignisses stecke, seien die meisten Berichterstatter gewachsen gewesen. Die Ausnahme jedoch hätte "ein Verhalten an den Tag gelegt, das die Geiseln massiv in Gefahr hätte bringen können", so Nowotny. (APA)

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    Angestellte der BAWAG Filiale, Beamte und Generaldirektor Ewald Nowotny und Generalmajor Karl Mahrer bei der Ehrung

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