Microsoft bringt Zune-Player nach Europa und rührt Trommel für "Longhorn"-Server

21. März 2007, 10:43
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Softwarekonzern wird auch in Europa mit einem eigenen MP3-Player gegen den iPod von Apple antreten

Microsoft wird auch in Europa mit einem eigenen MP3-Player gegen den iPod von Apple antreten. "Wir werden den Zune-Player in Deutschland auf den Markt bringen", sagte der neue Geschäftsführer von Microsoft Deutschland, Achim Berg, am Donnerstag auf der CeBIT . Der genaue Zeitpunkt stehe aber noch nicht fest. Bislang konkurriert Microsoft nur in den USA direkt mit dem Erfolgsduo iTunes/iPod von Apple.

Longhorn

Nach der Einführung von Windows Vista legt Microsoft in den nächsten Wochen und Monaten einen Schwerpunkt auf die neue Server-Version von Windows, die zurzeit noch unter dem Codenamen "Longhorn" geführt wird und in der zweiten Jahreshälfte erscheinen soll. Im Sommer will Microsoft zudem ein Programm für die Internet-Telefonie einführen.

Rege Nachfrage

Die Testphase für "Longhorn" habe eine rege Nachfrage signalisiert, sagte der für Business-Software zuständige Manager Ralph Haupter am Donnerstag auf der Cebit in Hannover. Das neue Server-Betriebssystem biete eine bessere Steuerung, mehr Sicherheit und Unterstützung für Virtualisierung. Bei dieser Technik geht es um die Einrichtung "virtueller Maschinen" mit einem anderen Betriebssystem, womit Hardware-Kosten eingespart werden können.

Test

Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Telefongesprächen über das Internet (Voice over IP, VoIP) entwickelt Microsoft zurzeit eine Software mit der Bezeichnung Office Communications Server 2007, die Text- und Sprachnachrichten integriert sowie eine Spracherkennung für die Umwandlung von gesprochener Sprache in Text bietet. Eine Testversion für dieses Programm könne ab 28. März im Internet heruntergeladen werden, sagte Haupter.

"Wir sind mit dem Marktstart sehr zufrieden."

Zur Einführung des PC-Betriebssystems Windows Vista sagte der neue Deutschland-Geschäftsführer Achim Berg: "Wir sind mit dem Marktstart sehr zufrieden." Beim Verkauf neuer Heim-PCs würden 88 Prozent aller ausgelieferten Geräte mit der Version Vista Home Premium oder Ultimate ausgeliefert. Auch das Justizministerium Niedersachsen habe sich jetzt zur Umstellung von 15.000 Computern auf Windows Vista entschlossen. Als weitere Business-Kunden nannte er den TÜV Nord und Infineon.(APA/AP/dpa/red)

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