Norweger wollen Schloss Orth

19. März 2007, 14:27
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Elektriker und Pensionist behaupten, Nachfahren des Habsburger "enfant terrible" Johann Salvator zu sein

Gmunden – Zwei Norweger erheben Anspruch auf das Seeschloss Ort in Gmunden. Ihre Begründung: Sie seien Nachfahren des früheren Eigentümers Johann Salvator von Österreich-Toskana. Das berichteten die OÖN am Donnerstag.

Johann Salvator war ein Neffe von Kaiser Franz Josef und das "enfant terrible" der Habsburger. Als er 1889 die Tänzerin Milli Stubel heiratete, kam es zum Bruch. Er verzichtete auf seine Titel und nannte sich Johann Orth. Gemeinsam mit seiner Frau machte er sich nach Südamerika auf. Das Schiff soll aber vor Kap Horn gesunken sein. 1911 wurde er für tot erklärt.

Norwegische Medien berichten nun, Orth habe überlebt, er habe sich als "Hugo Köhler" in Bergen angesiedelt und Kinder gehabt. Erst auf dem Sterbebett habe er seine wahre Identität verraten. Ein 25-jähriger Elektriker und ein 79-jähriger Rentner behaupten von sich, Nachfahren des Habsburgers zu sein und erheben Anspruch auf das Schloss.

"Wir haben noch keine grauen Haare deswegen", sagte der Gmundner Stadtamtsdirektor Robert Hametner. Die Besitztümer des Kaiserhauses seien 1918 an die Republik gefallen. Seither habe das Schloss mehrmals den Eigentümer gewechselt und die Gemeinde habe es 1996 von den Bundesforsten gekauft. "Wir gehen also davon aus, dass wir auch weiterhin Eigentümer sind." (APA, red, DER STANDARD - Printausgabe, 16. März 2007)

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    Schloss Orth am Traunsee

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