Die Kraft einer Öffnung

14. März 2007, 20:52
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Eine fotografische "Selbstdarstellung" unter dem Titel "Kraftwerke"

Am Anfang, erklärte Matthias Herrmann, sei er skeptisch gewesen: Künstlerische Projekte unter von Sponsoren vorgegebenen Parametern, meint der Institutsvorstand für bildende Kunst an der "Bildenden" in Wien, "tendieren dazu, problematisch" zu sein. Schließlich hatte sich der Verbund eine fotografische "Selbstdarstellung" unter dem Titel "Kraftwerke" gewünscht.

Dass Hermanns Ängste hier aber unberechtigt waren, bestätigten Dienstagabend im Semperdepot die Arbeiten der Fotoklasse ebenso wie die Studierenden: "Wir hatten völlig freie Hand - auch was Zugang oder Zutritt angeht", erklärte Julia Müller-Maenher stellvertretend für die Klasse. Die Vielfalt von Sichtweisen und Blickwinkeln faszinierte dann auch "erwachsene" Kollegen. "Toll," meinte etwa Manfred Erjautz, "was mich fast mehr fasziniert, ist die Öffnung: Vor 20 Jahren wäre das undenkbar gewesen." (rot/ DERSTANDARD Printausgabe 15.3.2007)

  • Fotokunst heißt, vor Fotos (von Robert Bodnar) stehend zurückzufotografieren: Hermann (li.), Erjautz
    foto: standard rottenberg

    Fotokunst heißt, vor Fotos (von Robert Bodnar) stehend zurückzufotografieren: Hermann (li.), Erjautz

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