US-Gericht beschuldigt Khartum wegen Anschlags auf USS Cole

16. März 2007, 15:56
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Familienmitglieder der Opfer wollen Schadensersatz in Höhe von 105 Millionen Dollar

Norfolk/USA - Für den Anschlag auf den US-Flugzeugträger "USS Cole", bei dem vor rund sieben Jahren 17 US-Soldaten getötet wurden, ist nach Auffassung eines amerikanischen Gerichts der Sudan verantwortlich. Es gebe ausreichend Beweise, dass die Regierung in Khartum den Terroranschlag ermöglicht habe, erklärte Richter Robert Doumar am Mittwoch in Norfolk im US-Staat Virginia. Zu den Schadensersatzforderungen der Angehörigen der Opfer äußerte sich Doumar zunächst nicht.

Die Familienmitglieder wollen Schadensersatz in Höhe von 105 Millionen Dollar (79,6 Mio. Euro) erstreiten. Sie werfen Khartum vor, das Terrornetzwerk Al Kaida finanziell unterstützt und so den Anschlag auf das Schiff im Oktober 2000 im Jemen erst möglich gemacht zu haben. Der Sudan habe Al-Kaida-Terroristen seit 1991 Unterschlupf gewährt, sagte Terrorexperten in dem Prozess aus. (red/APA/AP)

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