Ein Transferflop als Stolperstein

31. März 2007, 20:09
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Nach drei Bundesligaspielen verschwand der Belgier Daniel Kimoni wieder in der Versenkung

Graz - Im Jänner 2001 war Daniel Kimoni vom KRC Genk zum österreichischen Fußball-Bundesligisten GAK gekommen und sollte die Abwehr stabilisieren. Der Belgier erwies sich allerdings als Flop, sein Engagement stürzte seinen Ex-Klub sechs Jahre später aber tiefer in die ohnehin große Krise. Dem Grazer Traditionsklub wurden am Dienstag nach einem Urteil der FIFA-Disziplinarkommission wegen offener Forderungen von Kimoni sechs Punkte abgezogen, was den Absturz auf den letzten Tabellenplatz nach sich zog.

Der damalige Trainer Werner Gregoritsch war mit dem vierfachen Teamspieler in der Vorbereitung hoch zufrieden: "Er ist ein Spieler, der dem GAK weiterhelfen kann", meinte er. Letztlich ging Kimoni als Transferflop in die Geschichte des GAK ein. Er spielte in eineinhalb Jahren in Graz nur drei Bundesliga-Spiele und das UEFA-Cup-Rückspiel gegen Utrecht. Im Sommer 2002 wechselte der Belgier kurz vor Schluss der Sommer-Transferzeit zum deutschen Regionalligisten Augsburg, wo er aber ebenfalls nur wenige Spiele zum Einsatz kam.

Kimoni kassierte zum Abschied laut "Kleine Zeitung" (Ausgabe vom 3.9.2002) 76.000 Euro Abschlagszahlung, strengte aber wegen ausstehender Gelder eine Klage bei der FIFA an. Laut "Kleine Zeitung" vom 17. November 2006 hätte der GAK für den Fall Kimoni 460.000 Euro aufbringen müssen.

In der vergangenen Saison spielte der Belgier in seiner Heimat 19 Spiele für den Drittligisten RFCC Montegnee - und stieg mit ihm in die vierte Liga ab.(APA)

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