Positionen aus dem Bereich Video

14. März 2007, 15:27
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11. Videonale in Bonn - Beate Geissler und Oliver Sann als Preisträger

Bonn - Das Kölner Künstlerduo Beate Geissler und Oliver Sann erhält für seine Videoarbeit "Fuck The War" den Videonale-Preis 2007. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am Mittwoch im Kunstmuseum Bonn zur Eröffnung der Videonale 11 verliehen, die aktuelle Positionen aus dem Bereich Video zeigt. Bis zum 15. April werden im Museum 48 Arbeiten von Künstlern aus 15 Ländern präsentiert.

Besonderer Wert wurde auf die Ausstellungsarchitektur gelegt. Mit "Soundhauben" und "Strandkörben", aber auch eher konventionellen Monitoren mit Kopfhörern hätten die Macher einen Ausweg aus der Kakophonie sich überlagernder Klänge und Bilder gefunden, sagte Ausstellungs-Kurator Georg Elben.

Found Footage im Trend

Im preisgekrönten Video spielen Kinder in einem verlassenen Autohaus in Deutschland in Tarnkleidung und mit Spielzeugwaffen ausgerüstet Krieg. Schließlich tauschen sie die Maschinenpistolen gegen Eisenstangen, gehen nicht mehr aufeinander los, sondern schlagen stattdessen auf eine Waschmaschine ein. Die Kinder "entdecken die Szenen einer Gewaltspirale und demonstrieren mit ihrem chaotischen Tun die verborgenen Instinkte und Affekte unserer Zivilisation", heißt in der Begründung der Jury.

Der neue Trend der Videonale 11 ist nach Ansicht von Elben der Einsatz von "Found Footage". Dabei greifen die Künstler auf vorhandenes Video- oder Filmmaterial zurück, ändern den Kontext, stellen es neu zusammen und "rhythmisieren" es. (APA/dpa)

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