Zierler dementiert Sickl-Ablöse

24. Juli 2000, 21:11

Kurzmeldungen Inland

Zierler dementiert Sickl-Ablöse

Graz - "Da ist absolut nichts dran." FPÖ-Generalsekretärin Theresia Zierler betonte am Montag, sie wolle nicht Nachfolgerin von Sozialministerin Elisabeth Sickl werden. Zierler meinte auf Anfrage des STANDARD, es werde nicht einmal zu einer Regierungsumbildung kommen. Sie sei steirische FP-Spitzenkandidatin und wolle nach der Wahl am 15. Oktober in der Steiermark bleiben. (koe)

Verfahren gegen Windholz eingestellt

Wien - Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den niederösterreichischen FPÖ-Chef, Ernest Windholz, wegen des Verdachts der Wiederbetätigung eingestellt. Windholz wurde durch die Verwendung des SS-Spruchs "Unsere Ehre heißt Treue" bekannt. (red)

Schlingensief: Kein Verfahren

Graz - Die Oberstaatsanwaltschaft in Graz hat die Anzeige gegen den deutschen Aktionskünstler Christoph Schlingensief wegen des Delikts der Aufforderung zu einer mit Strafe bedrohten Handlung zurück gelegt.

In dem im Mai in Graz uraufgeführten Einakter (als Teil von Schnitzlers Brain im Schauspielhaus) war auf der Bühne die Aufforderung "Tötet Wolfgang Schüssel!" skandiert worden. Bei der Wiener Container-Aktion hatte ein Transparent mit der Aufschrift "Unsere Ehre heißt Treue" zum Vorwurf der Wiederbetätigung geführt.
(APA)

ÖsterreicherInnen gegenüber EU skeptischer

Immer weniger ÖsterreicherInnen sehen in der EU-Mitgliedschaft ihres Landes einen Nutzen. Dies geht aus einer "Eurobarometer"-Umfrage der EU-Kommission hervor, die am Montag in Brüssel vorgestellt wurde. Glaubten Ende des Vorjahres noch 45 Prozent der ÖsterreicherInnen, eine EU-Mitgliedschaft bringe konkrete Vorteile für das Land, so fiel dieser Anteil zum Zeitpunkt der aktuellen Umfrage im April und Mai auf 34 Prozent.

Österreich rangiert damit EU-weit an drittletzter Stelle: Weniger Vorteile einer EU-Mitgliedschaft ihres Landes sehen derzeit nur SchwedInnen und BritInnen. Für insgesamt positiv hält die EU-Mitgliedschaft nur jede/r dritte ÖsterreicherIn (33 Prozent). Ende 1999 waren es noch 41 Prozent der Befragten gewesen.
(APA)

Share if you care.