Ärztekammer-Chef gegen Quotenregelung

13. Juli 2007, 12:17
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Brettenthaler will Aufnahme zum Medizin-Studium nach Leistung, unabhängig vom Herkunftsland - Ärztemangel auch ohne Quotenregel nicht zu erwarten

Wien - Ärztekammer-Präsident Reiner Brettenthaler spricht sich gegen die derzeit geltende Quotenregelung für das Medizin-Studium aus. Allein die Leistung solle über die Zulassung zum Medizin-Studium entscheiden, so Brettenthaler in den "Salzburger Nachrichten" (Mittwoch-Ausgabe). Die Medizin-Unis sollten mittels Aufnahmeverfahren die besten Kandidaten nehmen dürfen - unabhängig davon, aus welchem EU-Staat sie kommen.

Die Quotenregelung sieht vor, dass an den drei Medizinunis in Wien, Graz und Innsbruck jeweils 75 Prozent der Plätze für Personen mit österreichischem Reifeprüfungszeugnis reserviert sind, für EU-Bürger 20 Prozent und für Nicht-EU-Bürger fünf Prozent. Die EU-Kommission sieht dies als Diskriminierung von EU-Bürgern an und hat Österreich ein Mahnschreiben geschickt.

Die Debatte mit der EU-Kommission über die geltende Quotenregelung hält Brettenthaler für "höchst genant". Seiner Ansicht nach wird die Regelung aufgehoben werden. Einen Ärztemangel erwartet der Ärzte-Chef nicht - weder mit noch ohne Quotenregel. (APA)

  • Ärztekammerchef Reiner Brettenthaler spricht sich gegen die Quotenregelung für das Medizin-Studium aus: Allein die Leistung solle entscheiden.

    Ärztekammerchef Reiner Brettenthaler spricht sich gegen die Quotenregelung für das Medizin-Studium aus: Allein die Leistung solle entscheiden.

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